„Schönheitskur“ an Kölner Straße wirkt nur stellenweise

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Aus Alt wird Neu: Die Ergebnisse der durch das Fassadenprogramm geförderten Sanierungen an der Kölner Straße sind an einigen Stellen, wie an der Hausnummer 26, sichtbar.

Kierspe - Die Kölner Straße könnte ihr Gesicht verändern, wenn mehr Hausbesitzer die Chance ergreifen würden, am Fassadenprogramm teilzunehmen.

Doch die Resonanz auf die Förderung durch Mittel aus der Regionale 2013 ist enttäuschend, teilt die Stadtverwaltung mit. Bereits im vergangenen Jahr wurden Fördermittel bereitgestellt, um unter anderem die Häuserfronten entlang der Hauptverkehrsader zu verschönern.

Insgesamt befanden sich 390 000 Euro im Fördertopf. Abgerufen wurde davon allerdings nur ein kleiner Teil. „Bis dato liegen uns elf Anträge vor. Zwei weitere Meldungen haben wir bereits, aber da fehlen noch entsprechende Anträge“, sagt Cordula Aschekowsky vom Sachgebiet Bauverwaltung und Planung. „Wir hoffen, dass die Interessenten noch alles nachreichen.“

Mit den Reaktionen auf die Förderung sei man bei der Stadt nicht zufrieden, sagt Sachgebietsleiter Rainer Schürmann: „Wir hatten uns eine größere Resonanz erhofft. Wir hatten sogar einen erhöhten Bedarf angemeldet.“

Der Grund für die geringe Nachfrage liegt für Schürmann an der Eigentümer-Struktur an der Kölner Straße. „Die meisten Besitzer wohnen nicht dort. Möglicherweise scheuen viele auch wegen der Leerstände und damit fehlender Einnahmen Sanierungen, da sie den Eigenanteil nicht bezahlen wollen.“

Im Laufe des Jahres können noch Anträge gestellt werden

Die Stadt hatte, um für das Programm zu werben, sogar früher angefangen, als umliegende Kommunen. Schürmann: „Im Vergleich zu Meinerzhagen oder Schalksmühle waren wir früh dran. Das im Rahmen des Programms sanierte Gebäude der Firma Frischholz & Cie galt sogar als Beispiel für andere Städte.“

Da die Förderung am 31. Dezember 2016 ausläuft, hatte die Stadtverwaltung die Hausbesitzer gebeten, bis Ende März Anträge zu stellen. Aber auch im Laufe des Jahres könne noch eine Förderung beantragt werden, teilt Aschekowsky mit.

Ergebnisse der geförderten Sanierung an Kölner Straße sichtbar

Die Sachgebietsmitarbeiterin ist guter Dinge, dass sich das Bild der Kölner Straße zumindest stellenweise noch ändern wird. „An zahlreichen Gebäuden, etwa an den Hausnummern 26, 37, 54a, 96 oder 114 sind bereits Ergebnisse der geförderten Sanierungen sichtbar. Ich bin mir sicher, dass sich an der Straße mehr verändern wird.“

Die große „Schönheitskur“ werde allerdings ausbleiben, da sind sich Aschekowsky und Schürmann einig. „Leider wird sich nicht der komplette Straßenzug verändern, wie wir es uns gewünscht haben. Doch man kann niemanden dazu zwingen“, sagt Schürmann.

Informationen zum Fassadenprogramm gibt es bei Rainer Schürmann unter Tel. 0 23 59 /66 11 60 oder per E-Mail an r.schuermann@kierspe.de.

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