Großreinemachen vor dem nächsten Schulfest

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Da war Kraft gefragt: Verrottetes Holz wurde von den Eltern und Lehrern entsorgt.

Kierspe - Hier wurde das Unkraut aus den Beeten gezupft, dort in den Hang kamen blühende Blumen und ein Stück weiter, entsorgten kräftige Männerarme verrottetes Holz. Die Freie Schule in Erlen hatte am Samstag zu ihrer Herbstaktion eingeladen und gekommen waren 29 Erwachsene, mindestens ebenso viele Kinder und sechs Lehrer.

„Die Pflege unseres Schulgrundstücks und des Schulhofes ist das Hauptanliegen dieser Aktion“, informierte Daniela Bues vom Lehrerkollegium. „Unsere natürlichen Böschungen laden die Kinder zum Klettern ein, die Blumenbeete werden herbstlich gestaltet und in sie bunte Farbtupfer hineingebracht.“

Nächstes Wochenende findet in der Freien Schule das Schulfest statt und bis dahin soll alles freundlich und einladend aussehen.

Einige Aufgaben bei der Herbstaktion sind nicht in einem Jahr abzuschließen. So wurde am Hang im vergangenen Jahr eine Hecke gepflanzt, unter die jetzt Herbstblüher gesetzt wurden. „Bei weiteren Arbeitseinsätzen soll immer etwas Blühendes hinzukommen, damit in einiger Zeit das ganze Jahr über etwas im Hang blüht“, verriet Daniela Bues.

Des Weiteren sollen auf dem Schulgelände Beerensträucher gepflanzt werden, aus denen sich ein Naschgarten entwickeln soll.

Doch auch im Inneren der Schule waren viele fleißige Hände bei der Arbeit. Es wurden Fenster geputzt und die Türen im Obergeschoss dieses Mal besonders sorgfältig gereinigt, denn sie sollen in der nächsten Woche einen Rahmen im Stil von Hundertwasser bekommen. „Das ist ein Vorhaben im Rahmen unserer Projektwoche, die am Montag beginnt“, informierte Daniela Bues.

Noch etwas tut sich in der Freien Schule in Erlen. Die Schule hat sich für das Projekt „Schule der Zukunft“ beworben und ist angenommen worden. Aufgabe der Schüler und Lehrer wird es nun über mehrere Jahre sein, Lebensräume für Tiere und Bienen auf dem Gelände zu schaffen. Auch im Bereich des Umweltschutzes soll die Schule sich organisieren. Die Schüler der Klassen 6 bis 11 starten in altersgemischten Gruppen eine Müllaktion.

Eingeplant sind dafür zwei Unterrichtsstunden pro Woche. Dabei werden Schwerpunkte gesetzt, die aus dem Interessenbereich der Schüler kommen. Fünf Schüler waren bereits in Dortmund auf einer Fortbildung. Dort haben sie je zwei Workshops besucht, in denen es um Papier oder Recycling ging. Als Ideen haben sie bereits den Bau eines Herbariums mitgebracht. Das ist eine Sammlung aller Pflanzen, die auf dem Gelände wachsen. Sie werden gepresst, getrocknet und auf Papier aufgezogenen. „Wir wollen das Empfinden der Kinder für die Natur stärken“, erklärte Stefanie Lambertz, die dieses Projekt begleiten wird. „Wir wollen weniger Abfall produzieren und ihn eventuell auch wieder verwenden.“

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