Flüchtlingskinder werden betreut

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Zusätzlich zu der von der Bezirksregierung finanzierten will die Stadt Kierspe eine halbe Stelle für die Betreuung von Flüchtlingen einrichten.

Kierspe - Seit Monaten sind sich ehrenamtliche Flüchtlingshelfer und mehrere Ratsparteien einig, dass die Arbeit allein ehrenamtlich nicht zu leisten ist. Die Stadt bewarb sich deshalb um die Förderung einer entsprechenden Stelle bei der Bezirksregierung und sagte zu, eine weitere halbe Stelle selbst zu schaffen.

Mittlerweile liegt die Bewilligung aus Arnsberg vor. Der Beigeordnete Olaf Stelse teilte auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung mit, dass die Bezirksregierung eine komplette Stelle finanziere und die Stadt ihre Zusage halte, ebenfalls eine halbe Stelle einzurichten. Räumlich sollen die beiden neuen Mitarbeiter an der Gesamtschule angesiedelt werden. Stelse: „Die neuen Mitarbeiter sollen sich in erster Linie um die Schüler aus Flüchtlingsfamilien kümmern, aber auch um deren Eltern und Geschwister. Natürlich sollen diese dann auch Koordinierungsaufgaben übernehmen und sich mit Eltern und ehrenamtlich Tätigen abstimmen.“

Gesucht werden für die beiden Stellen Mitarbeiter aus dem Bereich der Sozialarbeit. Die Bewerbungsfrist laufe derzeit. Allerdings ist eine entsprechende Ausschreibung weder auf der Homepage der Stadt Kierspe noch auf der der Bezirksregierung zu finden. Dazu teilt die Verwaltung auf Anfrage mit: „Wir haben mit der Ausschreibung nicht zu tun. Das ist Aufgabe der Bezirksregierung. Wo die entsprechende Ausschreibung zu finden ist, wissen wir auch nicht.“

Über die Befristung der Stelle konnte aber Auskunft gegeben werden. Während die städtische halbe Stelle bis 2019 befristet ist, gibt es für die Stelle der Bezirksregierung keine Befristung. Der Beigeordnete rechnet damit, dass bereits im kommenden Monat die ersten Bewerbungsgespräche stattfinden würden.

Auf ungeteilte Begeisterung stößt die Aufgabenbeschreibung der neuen Mitarbeiter allerdings nicht. So sagt Fritz Schmid, Vorsitzender des Kiersper Vereins „Menschen helfen“: „Wenn der Einsatz der neuen Sozialarbeiter auf Schüler und deren Familien beschränkt bleibt, wird das Hauptproblem der Betreuung der jungen alleinstehenden Männer in dieser Stadt nicht gelöst.“

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