Anwohner: „Straßenzustand am Haus Rhade unzumutbar“

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Besonders an den Engstellen auf der Strecke zwischen Berkermühle und Haus Rhade hat Anwohner Dieter Grafe zahlreiche tiefe Löcher entdeckt.

Kierspe - Bereits vor einem Jahr habe er den „unzumutbaren Zustand“ der Straße zwischen Berkermühle und Haus Rhade beim Bauhof angemahnt. Auch ein zweiter Anlauf vor vier Wochen sei bisher ohne eine konkrete Antwort der Stadtverwaltung geblieben. Darüber ärgert sich der Anwohner Dieter Grafe sehr.

„Das hat mit Bürgerfreundlichkeit nichts zu tun.“ Der Landwirt kennt die Strecke sehr gut, befährt er diese doch mehrmals in der Woche mit seinem Traktor. Dabei sind ihm an vielen Stellen Schäden im sogenannten Bankett – dem neben der Fahrbahn befindlichen Teil der Straßenkrone – und auch in der Asphaltdecke aufgefallen.

Besonders an den vielen Engpässen sieht Grafe, der die Beschwerde als Privatperson und nicht als Fraktionsvorsitzender der UWG vorgebracht hat, einen hohen Sanierungsbedarf. „Die Autofahrer haben bei Gegenverkehr teilweise keine andere Möglichkeit, sie sind gezwungen, auf den unbefestigten Seitenstreifen auszuweichen.“ Doch dort lauere stellenweise Gefahr in Form von bis 17 Zentimeter tiefen Löchern. Vor allem bei viel Regen seien diese kaum zu erkennen. „Wenn Sie da regelmäßig durchfahren, dann brauchen Sie Ihren Wagen nicht zu putzen“, sagt Grafe, der auch größere Schäden an den Stoßdämpfern der Fahrzeuge befürchtet.

Die Stadt verweist auf die Beschilderung an der Strecke. Doch Autofahrer sind oft gezwungen, den Seitenstreifen zu befahren.

Dass die Stadt es „nicht fertig bringt, die Seitenstreifen so zu gestalten, dass man diese mit dem Auto beim Ausweichen gut befahren kann, ist unzumutbar. Die Leute beschädigen dort ihre Autos. Im schlimmsten Fall landen sie im Obergraben“, sagt Grafe, der sich als Ratsmitglied in der Pflicht sieht, auf solche Missstände hinzuweisen.

Unverständlich ist für ihn die erste Reaktion der Verantwortlichen. „Man verweist auf die Schilder am Straßenrand. Diese geben an, dass der Seitenstreifen nicht befahrbar ist. Über einen kurzen Zeitraum ist diese Lösung ja okay. Aber die Stadt versteckt sich quasi hinter den Verkehrzeichen“, sagt der Landwirt. Seiner Meinung nach sei es „kostengünstig und ohne großen Zeitaufwand möglich“, das Problem zu lösen.

Bis zu 17 Zentimeter tief sind die Löcher im Bankett.

Auf Dauer sei Asphalt das einzige haltbare Mittel. Doch auch grobkörniger Schotter könne an den entsprechenden Stellen aufgebracht werden. Dieser müsse dann einmal im Jahr erneuert werden. Die Ideallösung sieht Grafe in der Verwendungen von Frässmaterial, das als Abfallprodukt aus dem Straßenbau stammt: „Das wird bombenfest.“ Alle diese Vorschläge hält der Landwirt für machbar. Er weist darauf hin, dass auf dieser Strecke neben Autos zwar auch Traktoren und andere Landwirtschaftsfahrzeuge sowie kleinere Lastwagen fahren. Aber gerast werde dort nicht. „Das Streumaterial kann deshalb auch nicht herausgeschleudert werden.“

Trotz weiterer Anfragen blieb ihm die Stadt bis heute eine konkrete Antwort schuldig. Unverständlich, da die Strecke in seinen Augen ein wichtiger Verbindungsweg ins Volmetal und nach Lüdenscheid ist. Grafe: „Es ist der kürzeste Weg von der L 528 zur B 54.“ Zudem nutzten sie viele Einwohner, die nicht über die K 25 in Bollwerk fahren wollen. Eine Sanierung würde also nicht nur den Anwohnern entlang der Straße nutzen. Andere Straßen könnten so entlastet werden.

Karsten Seil, Leiter des Sachgebietes Tiefbau, äußert zu dem Thema: „Im Bereich Haus Rhade haben wir die Straße immer wieder ausgebessert und auch teilweise mit Asphalt gearbeitet. Doch wir haben in etlichen Bereichen sehr feuchte Wiesen. Dadurch wird das Bankett nie richtig fest. Über kurz oder lang muss die Decke komplett erneuert werden. Dann wird auch das Bankett saniert. Das wird möglicherweise noch nicht in diesem Jahr passieren. Ob wir das dann überall asphaltieren können, ist auch von den Grundstückseigentümern abhängig.“

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