Klettern, Schwimmen und Bogenschießen im Zeltlager

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Stellten die Freizeit „Das Camp 2016“, das in den Herbstferien auf dem Zeltplatz „Auf der Gathe“ stattfindet, vor: Evelin Schöffer, Christian Schwanke, Lara Kahler, Kerstin Busse und René Sadowski (von links).

Kierspe - Jenseits von Playstation und Flachbildschirm-TV, dafür aber mit Lagerfeuer, Gemeinschaftsduschen und einem attraktiven Fahrtenangebot – so präsentiert sich „Das Camp 2016“.

Die Gemeinschaftsaktion von Drogenberatung, Jugendamt des Kreises und den Jugendzentren Kierspe, Rönsahl und Schalksmühle soll Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren ansprechen. Suchtprävention, das klingt so ein bisschen nach Streetworker-Angebot hinterm Großstadtbahnhof und nach Gesprächen mit Jugendlichen, die kurz davor sind in die Drogenszene abzurutschen. „Wir wollen den Kindern im Alter zwischen 12 und 14 Jahren die Problematik von Cannabis, Tabak und Alkohol aufzeigen. Doch wir wollen keinesfalls den Eindruck erwecken, als würde sich das Angebot an Gefährdete richten“, erklärt René Sadowski von der Drogenberatung und eben in der Suchtprävention tätig.

Gemeinsam mit Evelin Schöffer vom Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Märkischen Kreises hatte er die Idee, ein Angebot für die Altersgruppe zu schaffen, die am ehesten weiche Drogen ausprobiert aber auch mit Alkohol und Zigaretten „experimentiert“. Herausgekommen ist dabei ein Zeltlager auf dem Rönsahler Campingplatz „Auf der Gathe“. Vom 1. bis 8. August werden dort 20 Jugendliche die Nächte in Iglu-Zelten und die Tage zum Teil in einem Zirkuszelt verbringen.

Und auch wenn das gemeinsame Zubereiten der Mahlzeiten und das Grillen einen Teil der Zeit beansprucht, werden die Teilnehmer auch einige Male unterwegs sein. So gibt es einen Ausflug in den Kletterwald Halver und zum Aqua-Magis nach Plettenberg. Im Camp selbst wird das Bogenschießen erlernt, Open-Air-Kino geschaut und am Lagerfeuer das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

Täglich Mitarbeiter der Drogenberatung im Camp

Sadowski, der sich um Spender bemüht hat und so einen Teilnehmerpreis von 49 Euro ermöglichte, musste nicht lange suchen, bis er Jugendzentren fand, die von der Camp-Idee begeistert waren und gleich mitmachen wollten. So fahren neben den beiden genannten auch Christian Schwanke vom Jugendzentrum Kierspe, Kerstin Busse, Jugendzentrum Schalksmühle und Lara Kahler vom Jugendzentrum Rönsahl mit. Aus diesen drei Jugendzentren kommen auch die zehn Teilnehmer, die sich bereits angemeldet haben.

Mitbringen müssen die Teilnehmer nicht viel, denn neben den Zelten wird auch das Geschirr gestellt, die Mitarbeiter kümmern sich um die Einkäufe und selbst wenn es regnen sollte, stellt das kein Problem dar. „Bei Gewitter oder starken Niederschlägen können wir in die Rönsahler Turnhalle ausweichen“, teilt die Leiterin des Jugendzentrums im Grenzdorf Lara Kahler mit.

Neben all dem Spaß und den Gemeinschaftserlebnissen soll das Motto „Kannst Du auch ohne?“ jedoch nicht aus den Augen verloren werden. So kommt jeden Tag ein anderer Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle vorbei, um mit den Jugendlichen über Drogen und vor allem darüber, wie man diesen widerstehen kann, zu sprechen.

Informationen

Weiteren Informationen gibt es bei der Drogenberatungsstelle, 0 23 71 / 83 50 88, dem Jugendamt des Kreises, 0 23 51 / 96 66 60 9, und den Jugendzentren Kierspe, 0 23 59 / 66 12 59, Rönsahl, 0 22 69 / 92 70 43 und Schalksmühle, 0 23 55/ 25 75.

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