Matthias Heider (CDU) spricht in der Brennerei viele Themen an

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MdB Dr. Matthias Heider.

Kierspe - Der „Bericht aus Berlin“ hat sich beim Stadtverband der CDU inzwischen zur Tradition gemausert. Diesmal hatten die Konservativen den heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider in die Braustube der Brennerei in Rönsahl eingeladen.

 In gemütlicher Runde erläuterte Heider am Dienstagabend die neuesten Entwicklungen der „großen“ Politik. Seit seinem vergangenen Besuch hatten die Themen sich kaum geändert, Flüchtlings- und Asylpolitik, innere Sicherheit und die Rolle der Türkei stehen weiterhin ganz oben auf der Agenda; ein Dauerbrenner sind Sanierung und Ausbau der Infrastruktur, vor allem im ländlichen Raum.

Der Ausbau wird kommen, da war Heider sich sicher. Viel Geld werde nach Südwestfalen fließen, allein für Kierspe seien 30 Millionen Euro reserviert. Der Lausebergaufstieg habe „Priorität erster Ordnung“. „Es braucht allerdings auch eine politische Mehrheit vor Ort dafür,“ meinte Heider, wohl mit Blick auf die Grünen.

Bei dem Informationstausch, zu dem auch regelmäßig die anderen Ortsverbände „oben an der Volme“ eingeladen werden, war diesmal ein zweiter Redner dabei. Ralf Schwarzkopf aus Lüdenscheid kandidiert erstmals für den Landtag und nutzte die Gelegenheit, sich in Kierspe vorzustellen. Der 47-jährige Unternehmer positionierte sich kämpferisch gegen die rot-grüne Landesregierung, die aus seiner Sicht so ziemlich alles falsch macht. Im Falle seiner Wahl wolle er seine Schwerpunkte auf die Verbesserung der Infrastruktur, innere Sicherheit und die Bildungspolitik legen. Hier hatte er vor allem die Inklusion im Blick.

Von TTIP über Europapolitik bis Schulbezirksgrenzen

Die Treffen mit Landes- und Bundespolitikern dienen der Verbindung mit der Basis. „Hier kann man seine Anliegen direkt vortragen,“ warb Holger Scheel auf der Homepage der Partei. Das taten die Zuhörer auch: „Was macht das Bundesjagdgesetz?“ war eine der ersten Fragen aus dem Publikum – ein Anliegen, dessen Hintergrund Heider für das Publikum allgemeinverständlich in den großen Zusammenhang rückte. Der Fragesteller selbst war zufrieden, das Jagdgesetz wird wohl nicht kommen. Die Interessen der Zuhörer waren weitgespannt und reichten von allgemein bis sehr speziell.

Das Freihandelsabkommen TTIP und die Europapolitik, die bevorstehenden Landtags- und Bundestagswahlen, aber auch der Wunsch nach Wiedereinführung der Schulbezirksgrenzen und das Problem der Abstandsregelung für Windkraftanlagen waren Politikfelder, die den Zuhörern auf den Nägeln brannten. Einige hatten sich schriftliche Vorlagen mitgebracht um ihre eigenen Statements angemessen vorzutragen. Heider und Schwarzkopf brauchten das nicht, sie sprachen frei.

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