Regional-Manager: Kandidaten aus ganz Deutschland

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Die lokale Aktionsgruppe des Vereins „Regionalentwicklung Oben an der Volme“ und der Vereins-Vorstand um Kerstin Steinhaus-Derkens (von links), Saskia Angelsdorf und Bernd Martin Leonidas suchen einen Regionalmanager.

Kierspe - Zur Umsetzung regionaler Entwicklungsstrategien sucht die lokale Aktionsgruppe des Leader-Vereins „Regionalentwicklung Oben an der Volme“ einen sogenannten Regionalmanager - und dass mit großem Erfolg.

Die Resonanz auf die Stelle ist „sehr erfreulich“, sagt Kierspes Bürgermeister Frank Emde, der Vorsitzender des Vereins ist. Insgesamt erhielten die Verantwortlichen bis zum Einsendeschluss Ende Juni 37 Bewerbungen – und das aus ganz Deutschland.

„Wir werden die Unterlagen nun sichten und Ende Juli die Kandidaten, die uns geeignet erscheinen, zu Vorstellungsgesprächen einladen. Ende August soll dann aller Voraussicht nach ein Regionalmanager eingestellt werden können“, sagt Emde.

Die Kriterien, die die Bewerber erfüllen müssen, wurden in der Stellenausschreibung klar dargestellt. Die Aufgaben des neuen Regionalmanagers liegen darin, vor Ort mit dem Verein Projekte zu entwickeln, regionale Netzwerke zu gründen, sich mit Fachbehörden abzustimmen und Fördermittel zu beantragen. Das gemeinsame Ziel ist es, die ländliche Region weiter zu entwickeln. Dafür stehen dem Verein Mittel in Höhe 2,3 Millionen Euro für die Förderung von lokalen Kultur-, Tourismus-, Wirtschaft- und sozialen Projekten zur Verfügung.

Hohe Anforderungen an Bewerber

Deshalb wird von dem Geschäftsführer ein einschlägiges Studium und/oder eine entsprechenden Ausbildung, Erfahrungen in der Projektentwicklung, im Projektmanagement und in der Netzwerkarbeit sowie eine ausgeprägte Sozialkompetenz erwartet. „Von Vorteil wird auch sein, wenn sich die Kandidaten gut in der Region und mit ihren Gegebenheiten und Strukturen, etwa mit ihrer Verwaltungslandschaft, auskennen. Wir werden uns darüber intensiv Gedanken machen, welche Kandidaten diese Erwartungen erfüllen“, erklärt Emde.

Über die bundesweiten Rückmeldungen freuen sich die Verantwortlichen des Vereins sehr. Überraschend kommt die große Resonanz jedoch nicht. Emde: „Wir haben eine sehr gute Tätigkeit ausgeschrieben. Der neue Regionalmanager bekommt die Chance, über das Jahr 2022 hinaus Maßnahmen abzuwickeln. Sechs Jahre Projektarbeit in der Region sind eine reizvolle Aufgabe.“

Ende Oktober erste Fördergelder

In anderen Leader-Regionen im Märkischen Kreis wurden bereits in der Vergangenheit Regionalmanager eingestellt. Die Verantwortlichen an der Volme haben bei ihrer Tätigkeit auch den Blick über den Tellerrand gewagt. „Im Bezug auf die Vorgehensweise für die Stellenauschreibung haben wir uns mit anderem Vereinen abgestimmt, was die Inhalte der späteren Arbeit angeht, jedoch nicht“, erklärt der Vereins-Vorsitzende.

Da die ersten Fördergelder erst Ende Oktober, Anfang November ausgegeben werden, habe man noch genug Zeit. „Der neue Regionalmanager kann sich vorab an der Volme umschauen und wird von der lokalen Aktionsgruppe frühzeitig mit Informationen versorgt, wo es mit der Region hingehen soll.“ Unterstützung soll er zudem durch ein externes Planungsbüro bekommen. Dafür soll eine zusätzliche halbe Stelle innerhalb des Vereins geschaffen werden.

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