Viel Platz zum Spielen auf 300 Quadratmetern

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Als Dank für die gute Zusammenarbeit gab es Blumen für das Personal der DRK-Kita.

Kierspe - Seit dem 1. September hat Kierspe ganz offiziell einen neuen Kindergarten: Zunächst 25 Kinder gehen seit Donnerstag täglich in die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Bachstraße. Schon am Mittwoch fand die Schlüsselübergabe statt.

Etwas leer wirkte die neue Einrichtung noch, denn das Mobiliar wird erst in den kommenden Wochen aufgestellt. Für die ersten 25 Kinder steht aber schon alles bereit, denn für sie beginnt der „Alltag“ in der Kindertagesstätte an der Bachstraße.

Der Bauverein als Besitzer der Immobilie hatte die Räume aufwendig renovieren lassen. Aus ehemals vier Wohnungen entstanden in dem 1974 gebauten Hochhaus an der Bachstraße 6 mehrere Gruppen- und Ruheräume, Räume für die Erzieher, Toiletten und eine Küche.

„Es ist wirklich schön geworden“

„Die Besonderheit war die Statik des Gebäudes“, erklärt Architekt Thomas Hanses: Weil die Wände im Erdgeschoss mehrere Etagen tragen müssen, sind sie entsprechend dick. Vor allem die Gruppenräume sind zwar sehr groß, an einigen Stellen wurden aber Säulen nötig, wo vorher tragende Wände standen.

Der symbolische Schlüssel war zur Freude aller Anwesenden essbar.

Die auf 300 Quadratmetern entstandenen Räume sind trotzdem so hell und freundlich, wie sie es für eine Kita sein sollen. „Es ist wirklich schön geworden. Man kann sich kaum noch vorstellen, wie es vorher ausgesehen hat“, sagt die Geschäftsführerin der DRK-Kindertageseinrichtungen im Kreisverband Altena-Lüdenscheid Kathrin Weichert.

„Wir sind froh, das DRK als Mieter zu haben“, betont auch Bauvereins-Vorstand Jacek Okulinski. Sein Dank geht darüber hinaus an den Märkischen Kreis und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die dem Bauverein beim Genehmigungsverfahren zur Seite standen.

Hausbewohner sollen von Kita profitieren

Eine Schwierigkeit bei den Umbaumaßnahmen: Für Kindertageseinrichtungen gelten andere Vorschriften als für Wohnräume. So musste ein neuer Rettungsweg angelegt und die Decken schallisoliert werden. Die Lärmbelästigung für die Hausbewohner soll sich durch die eingebaute Akustikdecke auf ein Minimum reduzieren.

Gleichzeitig profitieren diese von der Möglichkeit, ihre Kinder in der eigenen Nachbarschaft unterbringen zu können. Für den großen Außenbereich der neuen Kita musste ein Spielplatz weichen, der aber schon bald hinter einem anderen Haus wieder aufgebaut wird.

Die DRK-Kita verfügt deshalb über jede Menge Platz, um draußen zu spielen. Spielgeräte werden bald aufgebaut, dafür sorgt das DRK selbst. Im Auftrag des Bauvereins werden derzeit noch Arbeiten am Hauseingang durchgeführt.

Neue Kita ist barrierefrei

Die Kindertagesstätte ist barrierefrei, steht also auch Kindern mit Behinderungen offen. Dafür sorgt ein neuer Lift am Eingang des Hauses. Noch in diesem Jahr soll das Gebäude auch einen neuen Aufzug bekommen, sodass die Mieter in den oberen Etagen ihre Wohnungen ebenfalls barrierefrei erreichen können.

Später beziehen auch die jüngeren Kinder ihre neue Kita. Noch gibt es allerdings freie Plätze für ein- bis dreijährige Jungen und Mädchen. Anmeldungen nimmt das DRK weiterhin entgegen.

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