Weiterhin keine freie Fahrt in Kierspe-Bollwerk

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Ursprünglich war die Aufhebung der Vollsperrung der Bundesstraße 54 in Bollwerk mit dem Ende der Sommerferien geplant. Doch die schlechten Witterungsbedingungen in den vergangenen Wochen haben die Bauarbeiten verzögert.

Kierspe - Schlechte Nachrichten für die Anwohner und die Verkehrsteilnehmer an der Bundesstraße 54 in Bollwerk. Nach Auskunft der zuständigen Baufirma werden sich die Arbeiten dort verzögern.

Der Plan, die Strecke zum Ende der Sommerferien wieder freigeben zu können, ist damit geplatzt. Vorerst wird die Sperrung der Strecke weiter bestehen bleiben, sagt Volker Schmidt, Bauleiter der Firma STH Hüttental aus Netphen. Den Zeitpunkt, wann wieder der Verkehr an dieser Stelle über die B 54 rollen wird, kann der Diplom-Ingenieur nur schätzen: „In zwei bis drei Wochen. Doch das bisherige Zeitfenster wurde durch den Auftraggeber auch eher spekulativ geplant.“

Unter Hochdruck und mit schwerem Gerät ist die zuständige Baufirma STH Hüttental aus Netphen derzeit noch am Werk.

Den Hauptgrund für die Verzögerung sieht Schmidt in der für Bauarbeiten miserablen Witterung in den vergangenen Wochen. „Bei so einem überwiegend schlechten Wetter ist es schwierig, den Zeitplan einzuhalten. Das hat man dann nicht mehr in der Hand.“ Durch die ständigen Regenfälle und die kühlen Temperaturen sei es zu langen Wartezeiten gekommen, etwa dadurch, dass der verbaute Beton schlechter getrocknet sei. Auch der Fund alter Versorgungsleitungen die bei den Abrissarbeiten des alten Bettes des Hamecke-Bachs beschädigt und wieder in Stand gesetzt werden mussten, hätten die Planung der Baufirma durchkreuzt. „Da kam eins zum anderen“, bedauert Schmidt.

Auch weiterhin werden Verkehrsteilnehmer, die aus Halver kommen, vor der Baustelle in Bollwerk nach rechts über die K 25 umgeleitet.

Sollten die Arbeiten in den kommenden Tagen gut vorankommen, dann richte seine Firma für die nächsten Wochen eine provisorische Fahrbahn ein, damit der Verkehr zumindest einspurig mit Ampelregelung fließen könne, erklärt der Bauleiter. Als nächsten Schritt ist die Abdichtung des neuen Stahlbetonbauwerks mit sogenannten Schweißbahnen geplant. Dieses wurde in Fertigbauweise in U-Form hergestellt und vor Ort mit Deckenplatten versehen, um dem Hamecke-Bach parallel zu seinem bisherigen Verlauf ein neues Bett zu geben. Anschließend sollen Betonplatten auf der Baustelle gegossen und über dem Gewässer eingesetzt werden. Sie müssen später einen Großteil der Last der neuen Fahrbahndecke aushalten. Wenn die Verfüllung der Baugrube abgeschlossen ist, dann sollen der Straßenbelag aufgebracht und sogenannte Gehweg-Kappen eingebaut sowie Geländer montiert werden.

Im Rahmen der Arbeiten soll auch ein Teil des offenliegenden Bachbetts renaturiert werden. Zudem soll ein Abschnitt der K 25 – zwischen den Bahngleisen und der Volmestraße – erneuert werden. Schmidt: „Hierzu werden wir dieses Teilstück auf eine Tiefe von rund 80 Zentimetern auskoffern und anschließend die neue Fahrbahn aufbauen.“ Den Abschluss der Baumaßnahme bilden dann „kosmetische“ Arbeiten: Markierungen werden aufgebracht und die Böschung entlang der Straße wird aufgeschichtet.

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