Bachverlegung mit unerwarteten Hindernissen

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Wegen vorher nicht bekannter Rohrleitungen, die bei den Abbrucharbeiten des alten Verlaufs des Hamecke-Bachs gefunden wurden, kommt es zu Komplikationen bei den Arbeiten an der Bundesstraße 54 in Bollwerk.

Kierspe - Nicht nur die Anwohner müssen wegen der Vollsperrung der Bundesstraße 54 in Bollwerk Umwege in Kauf nehmen. Auch die Bauarbeiten verlaufen teilweise holprig. Der Grund: Im Zuge der Verlegung des Hamecke-Bachs ist es zu unerwarteten Komplikationen gekommen.

Noch fließt der Hamecke-Bach in Bollwerk durch die alten Stahlbeton-Elemente unter der Bundesstraße hindurch.

Bei den Abbrucharbeiten des alten Bachlaufs, die bereits in der vergangenen Woche begonnen wurden, stießen die Mitarbeiter der zuständigen Baufirma STH Hüttental aus Netphen am Montag nach eigenen Angaben auf unbekannte Kanal- und Kabelleitungen. Die Verwunderung und auch Verärgerung bei den Verantwortlichen war entsprechend groß. Da die Leitungen nicht in den Plänen verzeichnet waren, kam es bei den Arbeiten auch zu Beschädigungen, die nun zu allererst beseitigt werden mussten.

Mit dem Einrichten der Vollsperrung der B 54 sollte es möglich gemacht werden, dass die Verlegung des Baches, der die Bundesstraße unterirdisch passiert, ungehindert vonstattengehen kann. Doch nach den Funden mussten die Arbeiten an dem Bachbett erst einmal hinten an gestellt werden, heißt es seitens der Baufirma. Zunächst mussten die Besitzer der Leitungen ausfindig gemacht werden. „Wir haben die Stadtwerke und Enervie mit ins Boot holen müssen“, erklärt Bauleiter Volker Schmidt. „Wir haben bereits eine Kanaluntersuchung durchgeführt. Doch bisher kann niemand sagen, wohin die Leitungen führen.“ Erst wenn geklärt wurde, ob und für welchen Zweck die Rohre benutzt werden, können die Arbeiten am Bachlauf ungehindert weitergehen.

Geplant war, das Beton-Bett zu erneuern und den Bach durch das neue Stahlbetonbauwerk, das in Fertigbauweise in U-Form hergestellt und vor Ort mit Deckenplatten versehen wird, parallel zu dem bisherigen Bachverlauf fließen zu lassen. Im Rahmen dieser Arbeiten soll auch ein Teil des offenliegenden Bachbetts renaturiert werden. Schmidt: „Teilweise sind die Betonteile bereits abgebrochen worden, der Bach fließt aber noch durch sein altes Bett. Erst wenn die neuen Betonelemente richtig sitzen und der Bach dort durchläuft, können die Reste abgebrochen werden. Wir arbeiten daran, den Zeitplan einzuhalten.“

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