Unstimmigkeiten zwischen Veranstaltern

Bäääm-Festival auf Gut Haarbecke abgesagt

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Laute Gitarrenmusik und harte Heavy-Metaller, dafür stand das Bäääm-Festival auf Gut Haarbecke. Die  geplante dritte Auflage wurde nun abgesagt.

Kierspe - Harte Kerle, laute Gitarren und viel Schwarz: Das Bäääm-Festival auf Gut Haarbecke lockte in den vergangenen zwei Jahren Tausende Heavy-Metal-Fans in das beschauliche Dorf Rönsahl. Doch in der vergangenen Woche erlebten die sonst so hartgesottenen Rocker einen Schock.

Die für Anfang August geplante dritte Auflage des Events findet nicht statt. Auf der szenebekannten Internetseite www.rockhard.de ist hierzu eine Stellungnahme des Organisationsteams um Volker Raabe, dem Inhaber einer Halveraner Veranstaltungsagentur (Fine Arts Merchandise) zu lesen: „Wir sind arg bestürzt, euch leider heute diese Mitteilung machen zu müssen. Aber wir sind leider nicht in der Lage, einen anderen Ausweg zu finden. Uns tut es unendlich leid, da wir für euch mit Herzblut an diesem Projekt jetzt zwei Jahre gehangen haben und können die jetzige Entwicklung auch nicht verstehen.“

Weiter ist dort zu lesen: „Aus Gründen, die wir nicht nachvollziehen können, hat die Veranstalterin (Anm. d. Redaktion: Gut Haarbecke GmbH) nunmehr das Festival kommentarlos und ersatzlos abgesagt.“ Eine offizielle Stellungnahme habe man auch auf Nachfrage nicht zu erhalten. Man sei deshalb gezwungen, insgesamt die Zusammenarbeit mit der Veranstalterin fristlos zu beenden: „Wir bedauern diesen Schritt, sahen aber aufgrund des unprofessionellen Vorgehens seitens der Verantwortlichen auf Veranstalterseite keine andere Möglichkeit.“

Auf Anfrage der MZ berichtet Rudolf Bengelsträter, Besitzer des Gutshofes, von Unstimmigkeiten zwischen der Veranstalterin und Raabe. „Auch in diesem Jahr sollte die Veranstaltung wieder parallel zum Wacken-Festival stattfinden. Herr Raabe hatte auf dieses Wochenende bestanden. Ich habe ihm dann andere Termine vorgeschlagen, die wollte er aber nicht.“ Bengelsträter bedauere nach eigenen Aussagen den Schritt: „Es hat nicht sein sollen. Eigentlich ist das eine schöne Sache. Vor allem hatten wir immer eine schöne, friedliche Atmosphäre.“

Große Konkurrenz durch Wacken-Festival

Doch Bengelsträter befürchtet die Konkurrenz durch das große Event in Schleswig-Holstein: „2014 war ein super Erfolg. Doch bereits ein Jahr später kamen kaum noch Besucher. Deshalb haben wir beide große Verluste einfahren müssen.“

Die Zukunft des Bäääm-Festivals bleibt erst einmal ungewiss. Bengelsträter: „Ich würde es gerne mit einem anderen Veranstalter wieder auf die Beine stellen. Für die Region wäre das eine Bereicherung. Doch dafür muss der Partner kompatibel sein.“ Als Termin stellt er sich einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen vor oder nach dem Wackenfestival vor.

Die Kosten für die Eintrittskarten werden laut Veranstalter unverzüglich zurückerstattet.

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