Große Resonanz auf Ausbildungsbörse

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Am Stand der Handwerkerinnung Lüdenscheid konnten Besucher unter der Anleitung von Jan Dolmek, Arne Düppe und Sebastian Otto Figuren aus Schiefer herstellen.

Kierspe - Aktionen, Anschauungsmaterial, vor allem aber jede Menge Informationen über eine Vielzahl von Ausbildungsberufen gab es am Freitag bei der Ausbildungsbörse „Oben an der Volme“ im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Kierspe – ein Rundgang über die Messe.

Rund 850 Schüler haben sich auf den Weg ins PZ gemacht. Für sie ging die Veranstaltung schon um 8 Uhr morgens los. Die Bürgermeister der vier beteiligten Kommunen – neben Meinerzhagen und Kierspe auch Halver und Schalksmühle – haben den Startschuss gegeben. Ab 13 Uhr konnten sich alle anderen Interessierten informieren.

Neben Unternehmen aus der Region waren auch bekannte überregionale Firmen vertreten.

Schon auf dem Außengelände vor dem PZ geht es zur Sache: Die Firma Heuel Logistics zeigt einen ihrer Lkw und die Dachdeckerinnung Lüdenscheid wirbt mit einer Mitmach-Aktion für die Ausbildung. Die Besucher können Figuren aus Schiefer formen und so erste Erfahrungen mit dem Werkstoff sammeln. Die anwesenden Dachdecker informieren über ihren vielseitigen Beruf. Der Stand ist einer der besser besuchten, die Jugendlichen freuen sich, selbst Hand anlegen zu können.

Einige enttäuschte Gesichter hingegen gibt es am Stand der Polizei. „Viele wissen nicht, dass man den Polizistenberuf in Nordrhein-Westfalen nur noch als duales Studium erlernen kann“, erklärt Polizeioberkommissarin Tanja Tenz. Ohne Abitur oder Fachabi geht also nichts.

Im oberen Bereich der Ausstellungsfläche – dorthin haben die Verantwortlichen expandiert – stellt sich die Bundeswehr vor. „Bei uns kann man fast alles machen“, erklärt Corinna Petter von der Karriereberatung der Bundeswehr in Hagen, während Stabsfeldwebel Hermann Meronk zwei Jugendlichen den Beruf des IT-Soldaten nahebringt. Auch die Cyber- und Informationssicherheit gehört zu den Aufgaben der Bundeswehr, die neben 180 000 Soldaten rund 80 000 zivile Beschäftigte hat.

Auf der PZ-Bühne stellen sich die Märkischen Kliniken vor, die die Ausbildung zur Altenpflege, zur Gesundheits- und Krankenpflege und zur Operationstechnischen Assistenz anbieten. Pflegedirektorin Kerstin Wirth stellt die vielfältigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflege vor. Erfreut zeigt sie sich über das große Interesse an den Pflegeberufen.

Die Seniorenresidenz Kierspe-Volmetal bietet ebenso Ausbildungen im Pflegebereich an. Neben Altenpflegekräften werden dort aber auch Kaufleute im Gesundheitswesen, Köche und Beiköche ausgebildet. Als Qualitätsbeweis gibt es frisch zubereitete Hackbällchen. Bei den Besuchern kommt das gut an.

 Ausbildungsbörse „Oben an der Volme“  

Der Kiersper Bürgermeister Frank Emde verbringt auch einige Stunden auf der Ausbildungsbörse, besucht mehrere Stände unterschiedlicher Branchen, sucht das Gespräch mit den Ausstellern. „Durch die Beteiligung der vier Kommunen haben wir ein großes Spektrum an Ausbildungsberufen“, betont das Stadtoberhaupt.

Polizeioberkommissarin Tanja Tenz und Polizeihauptkommissar Jörg Bleiker stellten den Polizistenberuf vor.

Auch am Stand des Halveraner Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs herrscht Zufriedenheit: „Wir können uns wirklich nicht beschweren“, ist sich Kristina Störring sicher, die mit ihren Kollegen über die Ausbildungsmöglichkeiten der Schule informiert. Auch andere Berufskollegs sind vertreten.

Gemeinsam präsentieren sich die Städte Meinerzhagen, Kierspe, Halver und die Gemeinde Schalksmühle, die Ausbildungen in der Verwaltung und als Erzieher anbieten. Die Jugendzentren haben ebenfalls einen gemeinsamen Stand, an dem es Informationen über Praktika und Bewerbungstrainings gibt. Wer eine kleine Auszeit vom Rummel rund um die Ausbildung sucht, kann dort eine Runde Kicker spielen.

Neben den großen Arbeitgebern der Region wie Otto Fuchs, Busch-Jaeger oder Kostal, die jeweils eine große Zahl von Ausbildungsberufen anbieten, finden sich auch überregional bekannte Namen auf der langen Liste der Betriebe, die sich in Kierspe präsentieren. Dazu gehören die Sparkasse und die Volksbank und zum Beispiel auch Lidl. An allen Ständen gibt es Flyer und Broschüren, meist auch kleine Geschenke wie Kugelschreiber oder Süßigkeiten. Viele Unternehmen zeigen ihre Produkte.

Einige Aussteller haben sich Aktionen einfallen lassen: Bei der Sparkasse kann man Ringe werfen, die Firma Schnöring bietet einen „Heißen Draht“, den einer der Azubis selbst hergestellt hat. Beim Haus Berkenbaum kann man sein Wissen über Lebensmittel unter Beweis stellen und Gutscheine gewinnen.

Federführend hatte das Stadtmarketing Kierspe die Ausbildungsbörse vorbereitet, Unterstützung gab es aus Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle. „Wir sind sehr zufrieden, haben viel positives Feedback erhalten“, resümierte Svenja Kelm vom Kiersper Stadtmerketing. Die Schüler hätten sich deutlich besser vorbereitet als in den vergangenen Jahren. „Wir profitieren ja auch davon, wenn die Jugendlichen ihre Ausbildung in der Region machen“, fügt ihr Meinerzhagener Kollege Bernd-Martin Leonidas hinzu.

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