"Ohne die Helfer schafft man's nicht"

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Zwei Jahre lang regierte das Königspaar Detlev und Elke Wittkopp die Schützen des Allgemeinen Schützenvereins (ASV) Kierspe 1924.

Kierspe - Zwei Jahre Amtszeit als Schützenkönigspaar des ASV Kierspe gehen für Detlev Wittkopp und seine Ehefrau Elke dem Ende entgegen. Von Freitag, 26. August, bis Sonntag, 28. August, findet das nächste Schützenfest des Vereins statt.

Im Interview mit Gertrud Goldbach blicken die Eheleute auf ihre Zeit als Königspaar zurück.

Detlev Wittkopp, hatten Sie geplant, auf den Königsvogel zu schießen?

Detlev Wittkopp: Nein, wir hatten es noch nicht vorgehabt. Wir haben zwei Kinder im Studium, da wollten wir warten. Als sich dann aber niemand meldete und der ASV ohne Königsbewerber dastand, gaben wir uns einen Ruck.

Elke Wittkopp, dann waren Sie gar nicht darauf vorbereitet. Wie haben Sie so schnell Ihre Königsrobe bekommen?

Elke Wittkopp: Ein neues Kleid brauchte ich mir nicht zu organisieren, denn ich war im Hofstaat von Volker und Gisela Götz und hatte mir bereits dafür ein Kleid zugelegt. Ich wollte auch bis zum Ende meine Rolle als Hofstaatdame von Volker und Gisela Götz durchziehen, darum habe ich dieses Kleid auch zur Krönung getragen.

Was war das Besondere bei Eurer Krönung?

Elke Wittkopp: Überrascht waren wir, dass mein Chef, Rechtsanwalt Volker Grebe, sich uns beiden vor die Füße geworfen und uns mit einem Strauß Blumen zur neuen Würde gratuliert hatte.

In Ihrer Familie sind Sie nicht die einzigen, die es zu Würden im Schützenverein gebracht haben.  Elke Wittkopp, Ihr Sohn Oliver Starink hat ein Jahr später nachgezogen.

Elke Wittkopp: Ja, darüber hatten wir uns sehr gefreut, dass Oliver Prinz beim KSV wurde. Schon bald hieß es bei unseren Freunden nicht mehr, dass wir im Höferhof wohnen, sondern im Königshof und Prinzenhof. Schilder mit diesen Bezeichnungen haben wir jetzt über unseren Haustüren, so dass uns jeder ganz leicht finden kann.

Was empfanden Sie als Highlight in Ihrer Amtszeit?

Elke Wittkopp: Die Highlights in unserer Amtszeit waren die Partys, die wir bei uns zuhause mit unseren Freunden vom ASV gefeiert haben. Bleibenden Eindruck haben wir auch vom Kreiskönigsschießen in Werdohl. Dort holte Detlev das Zepter. Des Weiteren hat unsere Hofdame Mona Baumhof in dieser Zeit ihre Friseurmeisterin gemacht, diese Zeit war aufregend und die haben wir gemeinsam durchgestanden.

Hatten Sie viele Verpflichtungen?

Elke Wittkopp: Was wahrzunehmen war, haben wir wahrgenommen. In diesem Jahr war es weniger als im vergangenen. Das Hühnerfest ist wegen schlechten Wetters abgesagt worden und auch das Sommerfest der Griesinger fand nicht statt. Wir waren aber auf dem Königsball des KSV, dem Schützenfest der LSG in Lüdenscheid und beim Valberter Schützenfest. Auch waren wir als Königspaar zum Schmücken beim KSV-Königspaar Krystian Wagner und Mandy Stanke. Wir haben versucht uns überall sehen zu lassen, weil wir das wichtig finden. Urlaub haben wir nicht viele Tage für unsere Aufgabe nehmen müssen, nur für einige Termine, die in der Woche tagsüber stattfanden. Das war zum Beispiel beim Seniorentanztee im PZ der Fall.

Wie fühlen Sie sich nun gegen Ende Ihrer Amtszeit?

Detlev Wittkopp: Auch nach den zwei Jahren fühlen wir uns entspannt und nicht gestresst. Als Organisationstalent hat Königin Elke alles gut durchorganisiert, doch ohne die hilfsbereiten Helfer am Rande schafft man es nicht. Während unserer Amtszeit haben wir viele Dönekes gemacht. Gezickt wurde in unserem Hofstaat nicht, darüber waren wir froh.

Gibt es noch einen Abschluss für Sie und Ihren Hofstaat?

Detlev Wittkopp: Erst einmal wird das Schützenfest für uns der krönende Abschluss unserer Amtszeit sein. Wir werden das ganze Fest so richtig genießen. Für die Zeit nach dem Schützenfest haben wir mit dem Hofstaat eine Weintour im September geplant.

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