Haftstrafe für Kiersper wegen Fahrens ohne Führerschein

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Statue Justitia - Weniger Verfahren vor Gerichten

Kierspe - Erst fuhr ein 23-jähriger Kiersper ohne Fahrerlaubnis mit einem zu schnellen Roller umher – nun wird er dafür für sieben Monate ins Gefängnis einfahren.

Das entschied am Dienstag der Richter im Amtsgericht Meinerzhagen. Bereits am 12. April musste sich der Angeklagte vor Gericht verantworten (die MZ berichtete). Damals hatte er abgestritten, am 7. Januar mit einem Kleinkraftrad, für das er keine Fahrerlaubnis hatte, durch Kierspe gefahren zu sein. Als er zwei Polizisten entdeckt hatte, war der Mann schnell abgesprungen.

Im April hatte der Angeklagte erklärt, nicht gefahren zu sein, sondern den Roller geschoben zu haben. Daraufhin hatte der Vorsitzende einen neuen Termin anberaumt. Zu diesem sollten die beiden Polizisten als Zeugen aussagen. Der Kiersper fand sich am Dienstag daher erneut auf der Anklagebank ein. Beim Anblick der Polizisten gab der 23-Jährige die Tat plötzlich zu. Ja, er sei gefahren, „es war aber nur ein kleines Stück“. Dennoch war der Tatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis damit erfüllt. Auch räumte der Mann ein, gewusst zu haben, dass das Kleinkraftrad mehr als 24 km/h schaffte.

Die Haftstrafe konnte der Richter am Dienstag nicht mehr zur Bewährung aussetzen. Dagegen sprachen gleich mehrere Gründe: So sitzt der Kiersper gerade eine mehrmonatige Haftstrafe ab – wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Ebenfalls negativ wirkten sich die 14 Vorstrafen aus, die der Angeklagte mitbrachte. Neben Fahrens ohne Fahrerlaubnis machte sich der Mann bereits wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung strafbar.

Im Januar war der Kiersper wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu den vier Monaten, die er gerade absitzt, verurteilt worden. Diese Entscheidung bezog der Vorsitzende gestern mit ein. Doch mit den sieben Monaten ist es noch nicht getan. Denn: 2014 kassierte der Angeklagte – wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis – eine viermonatige Bewährungsstrafe. Nun ist ein Widerruf der Bewährung wahrscheinlich und damit eine Haftverlängerung um weitere vier Monate.

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