Das Dach fehlt, aber die Wände stehen noch

+
Ohne Dach und mit einigen Öffnungen in den Seitenwänden präsentiert sich die kleine Sporthalle. Vor dem Abriss des Mauerwerks mussten alle anderen Baustoffe entfernt und sortiert werden.

Kierspe - Mitten in der kleinen Sporthalle steht ein Bagger, allerdings nicht mehr gut geschützt, wie noch vor wenigen Wochen, sondern unter freiem Himmel. Denn mittlerweile verfügt die Halle nicht einmal mehr über ein Dach.

Dieses wurde beim Sortieren nach Baumaterialien entfernt. Beim Blick von der Vier-Feld-Halle in die kleine Sporthalle, der durch eine Öffnung in der Außenwand bereits länger möglich ist, kann man mittlerweile auch in die Bereiche schauen, in denen früher die Sportgeräte gelagert wurden. Die Tore, die sich vor den Räumen befanden, sind verschwunden.

Wochenlang haben Mitarbeiter eines Abbruchunternehmens in der Halle alle Baumaterialien voneinander getrennt – zeitweise von einem Bagger unterstützt, der mit seinem Greifer auch kleinere Bauelemente greifen kann. Möglich war der Einsatz der großen Baumaschine durch die erwähnte Öffnung in der Seitenwand.

Die Fernwärmeleitung, die die Schanhollenschule versorgt, wurde inzwischen verlegt.

Der weitere Umgang mit den Geräteräumen unterhalb des Schulhofes entscheidet auch darüber, wo beim Stadtfest der Absperrzaun verlaufen wird. Dazu konnte die Stadtverwaltung noch keine genauen Angaben machen. Sicher ist, dass Reste der Halle auch beim Stadtfest noch stehen und deshalb nicht die gesamte Fläche zur Verfügung steht.

Das ist auch der Grund, warum noch nicht ganz klar war, an welcher Stelle genau die Stände in diesem Bereich stehen werden. Weiter gearbeitet wurde auch an der Verlegung der Fernwärmeleitung, die bislang vom Hallenbad durch die kleine Sporthalle bis zur Schanhollenschule führte. Damit die Grundschüler zum Schulbeginn beheizbare Räume vorfinden, wurden die Ferien genutzt, diese Leitung zu verlegen. Zu diesem Zweck wurde in den vergangen Wochen ein Graben ausgehoben, in dem nun die neue Leitung ihren Platz gefunden hat.

Allein die Verlegung der neuen Fernwärmeleitung soll rund 20 000 Euro kosten. Für den Abriss der Halle sind rund 90 000 eingeplant, weitere planerische Arbeiten sollen rund 10 000 Euro kosten. Zu den Kosten für die Neugestaltung des Geländes nach dem Abschluss der Abbrucharbeiten gibt es noch keine Aussage von der Stadtverwaltung, da die Planungen dafür noch nicht abgeschlossen wurden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare