Geld versoffen und Taxirechnung geprellt

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Ein 51-Jähriger vertrinkt sein komplettes Geld auf der Halveraner Kirmes und kann anschließend die Taxirechnung nicht bezahlen.

Kierspe - Nach einem ausgiebigen Besuch der Kirmes in Halver setzte sich ein 51-Jähriger am 29. Mai in ein Taxi. Damit wollte er nach Kierspe gebracht werden. Diese Fahrt nahm für den Mann ein böses Ende.

Skeptisch fragte der Fahrer den offensichtlich angetrunkenen Mann, ob er denn auch Geld dabei hätte. Die Antwort des Fahrgastes erfolgte prompt: „Würde ich sonst in ein Taxi steigen?“ Am Ende der Fahrt zeigte der Taxameter 30 Euro an. An der Stelle ließ der Mitfahrer die Katze aus dem Sack und gab zu, gar kein Geld zu haben. Auch die Schwester, zu der er sich hatte fahren lassen, wollte die Schuld ihres Bruders nicht begleichen.

Und so kam es zur Anzeige wegen Betrugs und folglich zur Verhandlung im Amtsgericht Meinerzhagen. Dort zeigte sich der 51-Jährige am Dienstag geständig. Vor der Kirmes habe er noch genug Geld gehabt. Hinterher sei jedoch alles weg gewesen. „Für Alkohol“, räumte der Angeklagte ein.

Ebenfalls verhandelt wurden zwei Schwarzfahrten vom 27. Mai. Ohne Ticket war der Mann mit dem Bus erst von Lüdenscheid nach Halver und zwei Stunden später von Meinerzhagen nach Lüdenscheid gefahren und erwischt worden. Auch diese Taten gab der Angeklagte sofort zu.

Angeklagter vor Gericht ein alter Hase

Was Gerichtsverhandlungen angeht ist der Mann ein alter Hase. 23 Eintragungen – wegen Diebstahls, Betrugs, Körperverletzung, Bedrohung und Hausfriedensbruch – zieren seinen Auszug des Bundeszentralregisters. Erst im Juni hatte der 51-Jährige im Amtsgericht Meinerzhagen sechs Monate Haft auf Bewährung für mehrere Diebstähle kassiert.

Dieses Urteil floss in die Entscheidung am Dienstag mit ein. Und so gab es letztlich eine Gesamtstrafe von acht Monaten. Der Richter setzte die Strafe noch einmal zur Bewährung aus, da der Angeklagte eine Therapie anstrebt, um seine Alkoholsucht in den Griff zu bekommen.

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