Katharina Morlinghaus ist die "Neue" im Schulgarten

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Ein gutes Team in Sachen Natur: Die Gründerin des Schulgartens an der Schanhollenschule Gudrun Barth (rechts) steht ihrer Nachfolgerin Katharina Mörlinghaus beratend zur Seite.

Kierspe - Ein „großes Erbe“ tritt Katharina Morlinghaus an der Schanhollenschule an. Sie ist die „Neue“ im Schulgarten und tritt damit die Nachfolge von Gudrun Barth, wenn es um die Belange der Bäume, Pflanzen und Insekten im Umfeld der Schule geht, an.

Anfang Juli verabschiedete sich ihre Vorgängerin nach 40 Jahren im Schuldienst in den wohlverdienten und auch ersehnten Vorruhestand. Auf dem naturnahen Schulhof finden sich untern anderem in einem Wildbienen-Haus, einem Weidentunnel, in einem Barfußpfad sowie in vielen Kräuter- und Bohnenbeeten ihre Handschrift wieder. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass die Schanhollen-Schüler bis heute die Natur und viele Tiere kennenlernen können.

Gartenaktion am Freitag.

Seit dem Abschied von Gudrun Barth kümmert sich nun Katharina Morlinghaus neben ihrer Lehrtätigkeit um alles, was auf dem Schulhof an der Otto-Ruhe-Straße wächst, gedeiht und krabbelt. „Ich hatte schon immer einer kleine Affinität zum Thema Garten und interessiere mich für die Natur. Doch mir fehlen eindeutig noch ein paar Jahrzehnte, um so ein Wissen wie Frau Barth zu haben“, sagt die 31-Jährige, die nach einer Elternzeit seit Anfang dieses Jahres an der Schule unterrichtet. Die junge Lehrerin ist nach eigenen Worten froh, dass Gudrun Barth ihr von Anfang an beratend zur Seite steht. „Ich hoffe, dass sie mich noch lange unterstützt.“

Nun hatte Katharina Morlinghaus ihre „Generalprobe“. Am Freitag trafen sich Lehrer, Schüler und Eltern, um den Schulgarten zu pflegen, Sträucher zu schneiden und neue Blumenzwiebeln zu setzen und die Umlage winterfest zu machen. Auch die Gründerin des Schulgartens half aktiv mit.

Für die Zukunft nimmt sich die Lehrerin vor, das Insektenhotel zu „renovieren“ und auch wieder für mehr Vielfalt in der Pflanzenwelt auf dem Schulhof zu sorgen. „Wir haben hier viele Monokulturen. Unterschiedliche Blumen, und Gemüse wie Kartoffeln und Möhrchen wären toll.“ Auch ein Problem mit dem Barfußweg muss Katharina Morlinghaus angehen. „Dadurch, dass der Schulhof frei zugänglich ist, wurde uns der neue Kies des Pfades geklaut. Wir müssen dort eine Lösung finden.“

In der Pause stärkten sich alle fleißigen Helfer mit Getränken, Kuchen und Brötchen.

Auch weiterhin, so das Ziel der Lehrerin, sollen die Schüler an ihrer Schule die Möglichkeit haben, Achtung vor der Natur zu lernen. „Die Kinder sollen sehen können, wie aus einem Samen eine Pflanze wächst und erblüht. Zudem sollen sie erfahren können, wie wichtig Bienen für die Natur sind.“ Leider fehle im Lehr- und Lernalltag oft die Zeit, um sich intensiv mit diesen Themen zu beschäftigen. „Dabei wird viel außerschulisch geleistet. Nach Feierabend verbringe ich deshalb mehr Zeit im Umfeld der Schule als im eigenen Garten.“

Doch die Mühe lohne sich. „Es ist bemerkenswert, was selbst unsere Schüler in den ersten Klassen schon alles über die Tier- und Pflanzenwelt wissen“, sagt Katharina Morlinghaus, die Interessierten den Tipp gibt, sich nach Schulschluss mal auf dem Schulhof umzuschauen und zu erfahren, was dort seit Jahrzehnten gewachsen ist und geschaffen wurde.

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