1063 Straftaten in Kierspe: deutlicher Anstieg

Kierspe -  Eine deutliche Zunahme bei Straftaten auf Kiersper Stadtgebiet verzeichnete die Kriminalpolizei des Märkischen Kreises im vergangenen Jahr. Aus der gestern veröffentlichten Kriminalstatistik geht hervor, dass im Jahr 2015 insgesamt 1063 Straftaten begangen wurden.

Das sind 275 mehr als noch im Jahr davor (788), was einer prozentualen Zunahme von 34,9 Prozent entspricht. Einen Fall werteten die Ermittler als „Straftat gegen das Leben“.

Den höchsten Anstieg verzeichneten die Beamten im Bereich der Diebstahl-Delikte. Um 350 Prozent stieg die Fallzahl beim Taschendiebstahl. In Zahlen bedeutet das 18 Fälle im vergangenen Jahr, 2014 waren es noch vier. Deutlich mehr Täter machten sich zudem an Fahrzeugen zu schaffen. Waren es 2014 noch 42 Diebstähle an oder aus Fahrzeugen, wurde die Polizei im vergangenen Jahr schon in 125 Fällen aktiv. Eine Zunahme verzeichnet die Statistik zudem im Wohnungseinbruchdiebstahl (2015: 50, 2014: 30) und beim Diebstahl von Kraftwagen (2015: 5, 2014: 3). Insgesamt stieg die Fallzahl beim Diebstahl im vergangenen Jahr um 40,07 Prozent.

Einen Rückgang von 15,12 Prozent weist die Statistik hingegen im Bereich der Körperverletzungen aus. Jedoch kamen auch im vergangenen Jahr noch 73 Taten zur Anzeige, 14 davon fallen unter eine sogenannte gefährliche beziehungsweise schwere Körperverletzung.

Zu Raubdelikten rückten die Beamten 2015 noch fünf Mal aus, im Jahr davor waren es noch sieben Einsätze. Vier Mal häufiger allerdings wurde die Polizei zu Sexualdelikten gerufen. Neun Taten wurden 2015 registriert, davon drei im Bereich Vergewaltigung/schwere sexuelle Nötigung (2014: 1) und ebenfalls drei Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern (2014: 2).

Darüber hinaus führt die Statistik 238 Vermögens- und Fälschungsdelikte an, eine Zunahme von 108,77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (114). Sowie 125 zur Anzeige gebrachte Sachbeschädigungen (2014: 116), darunter 61 Beschädigungen an Kraftfahrzeugen.

Deutlich häufiger als noch im Jahr 2014 mussten die Beamten zudem wegen Rauschgiftdelikten ausrücken: 2015 99 Mal, 2014 51 Mal. Auch die Straßenkriminalität nahm um 55,96 Prozent auf 301 Fälle 2015 zu. Einen leichten Rückgang verzeichnet die Statistik zudem im Bereich der sogenannten Gewaltkriminalität (2014: 28, 2015: 23), die Zahl der Computerkriminalitätsdelikte blieb hingegen gleich: 19 Fälle wurden zur Anzeige gebracht.

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