CDU-Fraktion diskutiert mit Halverscheidern über Windkraft

CDU-Fraktionsmitglieder trafen sich in Halverscheid, um mit den Anwohnern über das Thema Windkraftanlage zu diskutieren.
+
CDU-Fraktionsmitglieder trafen sich in Halverscheid, um mit den Anwohnern über das Thema Windkraftanlage zu diskutieren.

Halver - Windkraft ist in Halver zweifellos ein umstrittenes Thema. So sind manche für den Bau von Windrädern in Halverscheid oder Engstfeld, die meisten Bürger der Ortschaften sind allerdings dagegen.

„Von der CDU haben wir bisher kein klares Statement erhalten und haben daher zu einer Diskussionsrunde in Halverscheid eingeladen“, erklärte Michael Nordmeier, der sich klar gegen Windkraftanlagen ausspricht. Martina Hesse, Gabriele Apelt, Andreas Hesse, Horst Höfer und Hugo Kerspe folgten der Einladung und trafen sich am Montag mit rund 30 Bürgern zum Gespräch, gleich vor der Wiese, auf der eines der Windräder gebaut werden soll.

Dabei trugen die Bürger ihre Standpunkte und Argumentationen vor: „Es ist klar, dass der Rotmilan hier lebt, diese Greifvogelart ist vom Aussterben bedroht“, erklärte Gabriele Apelt. Neben der Bedrohung des Artenschutzes und der Zerstörung des Landschaftsbildes bringen die Bürger aber auch andere Argumente vor: „Ganz abgesehen davon, dass der Grundstückspreis eine Wertminderung erfährt und die Gesundheit belastet wird, halte ich Windkraft im Binnenland für technisch und wirtschaftlich unbrauchbar. Wir haben hier wechselnde Windverhältnisse, anders als beispielsweise an den Küsten. Mal gibt es also Stromunterproduktionen und mal Überproduktionen und dieser Strom muss dann für viel Geld ins Ausland geliefert werden“, erklärte Nordmeier.

CDU soll Stellung beziehen

„Jeder, der nicht gegen einen Bau ist, ist automatisch dafür. Daher möchten wir gerne wissen, wie sich die CDU zu diesem Vorfall äußert, zumal es die anderen Parteien bereits getan haben“, fragte Nordmeier.

„Wir werden zu gegebener Zeit Stellung zu dem Thema Windkraft in Halver beziehen“, antwortete Martina Hesse, die kommissarische Fraktionsvorsitzende der CDU. „Wir können derzeit keine optimale Lösung vorlegen. Ebenso ist es aber wichtig, dass sich Bürger selbst mit einbringen“, wies sie auf die regelmäßigen Sprechstunden des Bürgermeisters und die Ratssitzungen hin. Diese würden meistens aber keinen bis wenig Anklang finden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare