Weniger Spender beim DRK: Blut dringend benötigt

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Melanie Diebschlag (links) spendete am Dienstag zum 27. Mal Blut.

Halver -149 Spender fanden am Dienstag den Weg in die Ganztagsschule Halver, wo das DRK zur Blutspende aufrief.

Neben mehreren geehrten Spendern, die zum zehnten oder 25. Mal spendeten, waren auch zwei Erstspender vor Ort.

Für die zehnte Blutspende wurden geehrt: Andre Reich, Gisela Hedwig Strätner, Raphaela Julia Tweer, Robert Adam Jagella, Benjamin Kessler und Stefan Borlinghaus. Bereits zum 25. Mal spendeten Claudia Valborth, Manfred Barton und Heinz Martin Rust.

Zwar seien etwas weniger Spender erschienen als bei den vergangenen Malen – und auch als erwartet – allerdings könnte dies unter anderem an den bereits begonnenen Sommerferien liegen, vermutet Elke Neuhoff vom DRK Ortsverein Halver. Auch die derzeitige Vollsperrung der T-Kreuzung Bächterhof/Marktstraße/Frankfurter Straße, über die auch eine Zufahrt in Richtung der Ganztagsschule führt, könnte ein möglicher Grund sein.

Die nächsten Termine zur Blutspende stehen bereits fest. Am 18. Oktober ist das DRK wieder von 15 bis 20 Uhr an der Ganztagsschule an der Mühlenstraße. Am 31. Oktober kann von 16 bis 20 Uhr im Bürgerhaus in Oberbrügge Blut gespendet werden.

"Blut wird dringend benötigt"

Wie dringend Blut benötigt wird und wie wichtig die Spende ist – darauf weist auch die Kaufmännische Krankenkasse in Hagen (KKH) hin. Ein halber Liter rette drei Leben und besonders in der Urlaubszeit seien Blutreserven gefragt, heißt es in einer Pressemitteilung.

80 Prozent aller Bundesbürger seien nach Schätzungen einmal in ihrem Leben auf eine Blutkonserve angewiesen. „Blut spenden kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren“, sagt Thomas Seidel vom Serviceteam der KKH. „Je nach Geschlecht vier- bis sechsmal im Jahr mit einem Abstand von mindestens acht Wochen“.

Um langfristig eine ausreichende Versorgung mit Blutpräparaten sicherzustellen, würden etwa sechs Prozent der Bevölkerung als regelmäßige Dauerspender benötigt. Derzeit spendeten jedoch nur knapp drei Prozent der Bevölkerung. Besonders knapp seien die wichtigen Blutgruppen 0 Rhesus negativ und 0 Rhesus positiv.

„Neben dem guten Gefühl, einem Menschen geholfen zu haben, durchläuft die Blutspende für den Spender wichtige Laboruntersuchungen“, ergänzt Seidel. Darunter:

- Blutgruppenbestimmung und Test auf Antikörper

- Tests zur Erkennung virusbedingter Leberentzündungen (Hepatitis A, B und C)

- Test auf Parovirus B19 (Erreger der Ringelröteln)

- Tests zur Erkennung einer HIV-Infektion (Ursache der AIDS-Erkrankung)

- Test auf Antikörper gegen den Erreger der Syphilis (Geschlechtskrankheit)

Darüber hinaus sollen Blutspender, die regelmäßig spendeten, einem geringeren Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko unterliegen, heißt es. Auf Blutspenden seien neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen vor allem Krebspatienten angewiesen.

Mit einer einzigen Blutspende – also einem halben Liter Blut – könne bis zu drei schwerkranken oder verletzten Menschen geholfen werden.

Weitere Informationen zur Blutspende unter www. drk.de oder www.einfachlebenretten.de; Antworten auf persönliche Fragen gibt es gebührenfrei über die KKH-Hotline 08 00 / 11 949 11.

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