Wenig Resonanz auf Wegenetzkonzept für Halver

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Zur Infoveranstaltung zum Wegenetzkonzept kamen am Montag nur 16 Besucher.

Halver - 88 Stühle standen am Montagabend in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums, um den Besuchern der Infoveranstaltung zum Wegenetzkonzept (WNK) der Stadt Halver eine Sitzgelegenheit zu bieten. Dieser Aufwand wäre nicht nötig gewesen – lediglich 16 Bürger waren der Einladung der Stadt zur Infoveranstaltung gefolgt, die diesmal den Ortsteil Oberbrügge in den Fokus rückte.

Dabei war das, was besprochen wurde, durchaus von Bedeutung: Die Verwaltung braucht wichtige Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Warum? Das Planungsbüro Bockermann Fritze hat ein sogenanntes „Soll-Konzept“ erstellt, auf dem alle Wege und Straßen in Halver – inklusive aller Ortsteile – kategorisiert wurden. 

Unter Berücksichtigung der Frequentierung und Bedeutung für die Allgemeinheit gibt es acht Kategorien: Kategorie „A“ sind klassifizierte, für die Bevölkerung besonders wichtige Wege. Kategorie „H“ ist in der Legende unter „keine Funktion“ vermerkt und beschreibt beispielsweise unasphaltierte Wege, die nicht mehr befahren werden.

Die Bedeutung der Wege und Straßen im „Soll-Konzept“ soll nun in Absprache mit den Bürgern mit der „Ist-Situation“, die das Planungsbüro ebenfalls erhoben hat, abgeglichen werden. Stadt und Planungsbüro hoffen auf wichtige Anregungen und Einschätzungen der Bürger, ob die geplante Kategorisierung im „Soll-Konzept“ sinnhaft ist oder nicht.

Fragen von Anwohnern aus Oberbrügge beantworteten Stefan Dirkmann und Marcel Rottmann vom Ingenieurbüro. Einschätzungen zur Kategorie im „Soll-Konzept“ oder zur „Ist-Situation“ nahmen sie während und nach der Veranstaltung entgegen.

Das Ziel hinter dem WNK: „Wir haben nicht genügend Mittel, um mehr als 300 Kilometer Straßennetz in Halver zu unterhalten. Deswegen wollen wir an den Stellen Prioritäten setzen, wo der Nutzen für die Allgemeinheit am größten ist“, sagte Bürgermeister Michael Brosch. Prioritäten im Sinne von möglichen Erweiterungen, Ausbauten, aber auch Stilllegungen, um Kosten zu sparen.

Wer bislang an keinem Infoabend teilgenommen hat, kann dies Mittwoch (20 Uhr, AFG-Aula, WNK Carthausen/Heesfeld) und Donnerstag (18 Uhr, AFG-Aula, WNK Anschlag/Wegerhof) tun oder sich das WNK über die Webseite der Stadt aufrufen und Anregungen und Fragen per E-mail an die Adresse wnkhalver@bockermann-fritze.de senden. Dazu steht auch ein Formular auf der Homepage der Stadt zur Verfügung.  

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