Waldfreibad Herpine: Besucher bleiben aus

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Leere Schwimmbecken, leere Spielgeräte – so sieht es in der Herpine derzeit häufig aus.

Halver - 18 Grad, Schauer oder Nieselregen, grauer Himmel – Freibadwetter sieht anders aus. Das bekommt auch das Waldfreibad Herpine zu spüren.

Nur rund 13 000 Badegäste besuchten das Schwimmbad seit der Saisoneröffnung am 8. Mai. „In guten Jahren gehen wir von 30 000 oder mehr Besuchern aus“, nennt Schwimmmeister Rainer Hutt einen Vergleichswert.

In der vergangenen Saison waren es sogar 40 000 Badegäste. Doch selbst in solchen Jahren mit weniger durchwachsenen Sommern kann die Herpine nicht allein aus den Eintrittsgeldern alle Kosten decken – städtische Zuschüsse und Werbeeinnahmen gleichen die Differenz aus. Zu den Summen konnte Hutt keine Angaben machen.

Die Herpine öffnet jeden Tag

Wetterbedingt seien die Besucherzahlen auch seit Beginn der Sommerferien Mitte Juli nicht signifikant gestiegen, teilte der Schwimmmeister mit. „An manchen Tagen bleiben sogar unsere Stammschwimmer schon zu Hause“, sagte er mit Blick auf die dicke Wolkendecke.

Trotz allem öffnet die Herpine jeden Tag. Auf der Internetseite www.herpine.de erfahren potenzielle Schwimmer neben den Öffnungszeiten auch die tagesaktuelle Wassertemperatur – gestern betrug diese lediglich 18 Grad Celsius. „Da werden nur eine Handvoll Gäste kommen“, schätzte Rainer Hutt.

Wetter

„An einem solchen Tag schaffe ich die Schicht allein.“ Wenn mehr los ist, unterstützt jeweils ein Rettungsschwimmer den diensthabenden Schwimmmeister. Vier 450-Euro-Kräfte stehen der Herpine in dieser Saison als Rettungsschwimmer zur Verfügung. Sind – wie gestern Vormittag – gar keine Gäste im Freibad, nutzen Hutt und seine Kollegen die Zeit für Gartenarbeiten oder Hausmeistertätigkeiten.

"Die wahrscheinlich schlechteste Saison"

„Ich mähe den Rasen und kümmere mich um die Blumen“, sagte der Schwimmmeister. „Außerdem nutzen wir die Regentage auch, um richtig durchzuputzen. Das machen wir auch selbst, weil in diesem Jahr niemand die Stelle der Putzhilfe angenommen hat.“

Und auch wenn der Wetterbericht für die nächsten Tage wieder mehr Sonnenschein vorhersagt, hat Hutt „wenig Hoffnung, dass wir in diesem Jahr noch viel reißen können.“

Er arbeitet seit 2010 in der Herpine, „und das wird die wahrscheinlich schlechteste Saison seitdem.“

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