Breitband und Regionalmarketing

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Halver - Die Halveraner Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Oeckinghausen können bis Sommer 2017 mit einem schnellen Breitband-Internetanschluss rechnen. Dies gab Bürgermeister Michael Brosch beim Unternehmer-Frühstück am Freitag bekannt.

„Das gilt aber nicht nur für das Gewerbegebiet, sondern auch für den Ortsteil Heesfeld, die Heesfelder Mühle und den Heesfelder Hammer“, sagte Brosch, der damit für leichtes Aufatmen unter den im Industriegebiet ansässigen Unternehmern sorgte. Schließlich sei das Thema Breitbandausbau laut Gastgeber und Mayweg-Geschäftsführer Bernd Jannack schon Thema unter Broschs Amtsvorgänger gewesen. „Die Situation hier vor Ort ist gelinde gesagt unschön“, sagte Jannack, der auf die stetig steigenden Datenmengen verwies, die täglich gesendet und empfangen werden müssten. Der Ausbau sei dringend notwendig, waren sich die Firmenvertreter einig.

 Schnelleres Internet in weiteren Ortsteilen

„Am Langenscheid, in Schwenke und in Hohenplanken können wir in Sachen Breitband ebenfalls in einem Jahr Vollzug melden“, sagte Brosch. In Oberbrügge sei Stand heute in spätestens drei Jahren mit schnellerem Internet zu rechnen. Dass es in Oberbrügge länger dauert, hat folgenden Hintergrund. Bevor Breitband-Förderungen durch Bund und Land erfolgen, gibt es eine Abfrage bei potenziellen Internet-Anbietern, ob sie ein bestimmtes Gebiet erschließen wollen oder nicht. Wenn die Abfrage ergibt, dass ein Unternehmen plant, das Gebiet mit Breitband-Internet auszustatten, „dann können wir keinen Förderantrag mehr stellen“, sagt Brosch. Im Gegenzug muss die Aussage des Anbieters verbindlich sein: Innerhalb besagter drei Jahre sollte der Ausbau geschehen. „Die Telekom hat fundierte Planungen dahinter. Aufgrund der Planungen werden solche Aussagen getroffen“, versichert Brosch.

Knapp 20 Unternehmer waren der Einladung der Stadt gefolgt, sich in den Räumen des Kunststoff-Betriebs Mayweg über aktuelle Themen wie den Internet-Breitbandausbau auszutauschen. Doch dies war nicht der einzige Tagesordnungspunkt. 

Förderung für Halver in Höhe von 50 000 Euro

Tilo Deckert von der „TeleKommunikationsGesellschaft Südwestfalen“ (TKG) überreichte Brosch und Verwaltungsmitarbeiterin Ramona Ullrich einen Förderbescheid in Höhe von 50 000 Euro für Förderungs- und Beratungsleistungen, ausgestellt vom Bundesverkehrsministerium. Mithilfe dieser Summe soll in Halver geprüft werden, ob und wie weitere Ortsteile ans schnelle Internet angeschlossen werden können. Dies soll ein externer Anbieter für alle 15 Kommunen im Kreis ermitteln Brosch rechnet im Herbst mit Beginn der Maßnahme.

Werbung für den Wirtschaftsstandort

Vor Ort war auch Marie Ting von der Südwestfalenagentur. Sie informierte die Unternehmer über das Regionalmarketing. Im Kern geht es darum, heimische Produkte mit einer Marketingstrategie effektiv zu bewerben und über diesen Weg auf die Attraktivität der Region hinzuweisen: „Südwestfalen hat 150 Weltmarktführer, ist in Nordrhein-Westfalen die wirtschaftsstärkste Region und bundesweit die drittstärkste. Überall gibt es verlässliche Arbeitgeber“, sagte Ting. Vor allem in Bezug auf den Fachkräftemangel sei es wichtig, potenzielle Arbeitnehmer von der Attraktivität, vor allem die private Lebensqualität betreffend, zu überzeugen. „Die Gesprächsrunde war sehr konstruktiv. Die nächste Runde findet vermutlich im Oktober statt“, sagte Brosch im Anschluss.

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