Umfangreiche Bauarbeiten an der Humboldtschule

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Die Bücherei im Erdgeschoss musste einem Klassenraum weichen und befindet sich nun im ersten Geschoss im ehemaligen Computer-Raum.

HALVER - Nur noch wenige Tage bleiben Zeit. Dann kehren nicht nur die bisherigen Humboldtschüler in ihre Klassenräume zurück – dann findet auch die Einschulung von zahlreichen neuen Fünftklässlern statt. Bis dahin sollte sich der Baustaub in der Sekundarschule also gelegt haben.

Denn die Sommerferien wurden im Gebäude an der Humboldtstraße für umfangreiche Bauarbeiten genutzt. Bereits eine Woche vor Beginn der unterrichtsfreien Zeit hatten die Umgestaltungen in einigen leeren Klassenzimmern begonnen. Doch spätestens nachdem die Kinder in die Ferien gestartet waren, gab es in der Humboldtschule, die im Gebäude der Realschule untergebracht ist, keine ruhige Minute mehr.

Fünf Klassenräume wurden unter anderem komplett „auf den Kopf gestellt“. Um den Anforderungen der Sekundarschule gerecht zu werden, brauchten die Klassenzimmer so genannte „Differenzierungsräume“, abgeteilte Flächen in denen Gruppenarbeiten oder individuelle Förderung durchgeführt werden können. Dafür wurden Mauern hochgezogen, neue Fenster eingesetzt und Türen versetzt – und anschließend waren natürlich umfangreiche Malerarbeiten notwendig. An einige Klassenräume grenzen diese Differenzierungsräume nun direkt an – mit eingebautem Fenster. Aus Platz- und organisatorischen Gründen mussten jedoch zwei dieser Bereiche separat gelegt werden.

Mit neuen Einzeltischen und Stühlen für individuelle Bestuhlung sind die neuen Räume ausgestattet – und statt der bekannten Schiefertafeln finden sich an der Front der Klassen nun riesige Bildschirme. Diese interaktiven Tafeln, so genannte Whiteboards, können unter anderem mit den PCs der Lehrer verbunden werden.

Damit diese Verbindungen auch stabil stehen, wurden die Räume komplett mit neuem W-Lan ausgerüstet. Dafür mussten zahlreiche Meter Kabel gezogen werden – vom Server im Keller in jede einzelne Klasse.

Eine weitere besonders große Umbaumaßnahme hat sich im Erdgeschoss abgespielt – dort wurde eine ehemalige Schülertoilette in eine Spülküche umgewandelt. Denn nach dem Mittagessen für die Schüler musste das dreckige Geschirr bisher immer umständlich verpackt und dann mit Muskelkraft in die Ganztagsschule gebracht werden, wo es gereinigt werden konnte. In Zukunft ist das auch an der Humboldtschule möglich – dank Technik, die aus dem ehemaligen Hotel Haus Frommann kommt, das die Stadt bekanntlich erworben hat. Nun können Teller, Tassen und Besteck auch gleich vor Ort mit einer großen Gastro-Geschirrspülmaschine gesäubert werden. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass in Zukunft noch mehr Schüler das Essensangebot an der Humboldtschule in Anspruch nehmen werden, eine enorme Erleichterung.

Die steigenden Schülerzahlen bringen weitere Anforderungen an das Gebäude mit sich: So mussten etwa die Bibliothek und das Lernstudio neuen Klassenräumen weichen und werden nun in den ersten Stock umziehen, in den ehemaligen PC-Raum. Die Computer lagern derweil im Keller, die zahlreichen Bücher warten noch in großen Kartons auf dem Flur vor der neuen Bibliothek darauf, eingeräumt zu werden.

Doch nicht nur im Inneren des Gebäudes hat sich einiges getan – auch im Außenbereich wird vor Beginn des neuen Schuljahres noch einmal „Klarschiff“ gemacht. Schließlich soll sich auch das Atrium bei der Einschulung am 25. August von seiner besten Seite zeigen. Dafür galt es nun noch, Efeu zu entfernen, Sträucher zurück zu schneiden und Rasen zu mähen.

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