Ulrike Tütemann ist die neue Kulturmanagerin

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Ulrike Tütemann (Zweite von links) ist die neue Kulturmanagerin für die Kommunen „Oben an der Volme“. Bei ihrer offiziellen Vorstellung überreichte ihr der bisherige Kulturmanager David Babin symbolisch den Kulturentwicklungsplan.

Halver - Ulrike Tütemann ist die neue Kulturmanagerin für die Kommunen „Oben an der Volme“. Somit ist sie ab sofort in einen Großteil der Prozesse rund um die Kultur in Halver, Schalksmühle, Meinerzhagen und Kierspe eingebunden.

Am Dienstag gab der bisherige Kulturmanager David Babin im Schieferhaus an der Frankfurter Straße symbolisch die Amtsgeschäfte an sie weiter. Damit der Neustart kein Kaltstart wird, agiert Babin in den kommenden Wochen als Ansprechpartner für seine Nachfolgerin.

„Ich muss mir natürlich erstmal einen Überblick verschaffen“, sagte die 46-jährige Lüdenscheiderin, die erst vor zwei Wochen im Internet von der Stellenausschreibung erfuhr – und blitzschnell handelte. „Die Bewerbung habe ich noch während meines Urlaubs an der Ostsee abgeschickt.“

Thomas Gehring (rechts), Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadt Halver, überreichte Babin zum Dank eine Flasche Sekt.

Am 25. Juli fand dann das Bewerbungsgespräch statt – gegen fünf weitere Bewerberinnen setzte sie sich schließlich durch. In zwei Wochen wird sie ein Büro im Schalksmühler Rathaus beziehen. Bei der Volmekommune ist sie bis Ende 2017 mit einem Honorarvertrag angestellt.

„Sie ist in der Szene gut vernetzt, hat viel Erfahrung im Bereich der kulturellen Arbeit, stammt aus der Region und war sofort verfügbar“, begründete Thomas Gehring, Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadt Halver, die Entscheidung für Tütemann.

Diese Punkte überzeugten auch Helga Gräwe (Stadt Meinerzhagen/Fachdienstleiterin Bildung, Kultur, Sport), Dorette Vormann-Berg (Stadt Kierspe/Sachgebietsleitung Zentrale Verwaltung) und Anja Wolf (Gemeinde Schalksmühle/Fachbereichsleitung Bürgerdienste), die bei der Übergabe der Amstgeschäfte ebenfalls vor Ort waren.

Die zweifache Mutter Tütemann studierte in Münster Germanistik, Philosophie und Soziologie, ehe sie nach Lüdenscheid zurückkehrte und dort als Honorarkraft für die Kommune und eine Zeitung arbeitete. Im Jahr 2007 nahm sie ihre Tätigkeit als freie Mitarbeiterin der Museen der Stadt Lüdenscheid auf. „Dort habe ich mich kulturell entwickelt“, sagt die Lüdenscheiderin rückblickend.

Zudem ist Tütemann Vorsitzende des Vereins „Wir hier“, der das Ziel verfolgt, die kulturelle Vielfalt in Südwestfalen zu fördern. Die Erfahrungen, die sie während dieser Tätigkeit gesammelt hat, kommen ihr bei ihren zukünftigen Aufgaben wie der Organisation kultureller Veranstaltungen und beim Beantragen von Fördermitteln zugute.

„Die Netzwerkarbeit ist ein wichtiges Thema, das ich weiter vorantreiben möchte, gerne auch in Kooperation mit Schulen“, sagt Tütemann, die langfristig auch Kultur- und Tourismusangebote enger miteinander verknüpfen möchte.

Ihr recht plötzlicher Start („Vor zwei Wochen wusste ich nicht, dass ich hier sitzen würde“) liegt in der neuen Arbeitsstelle Babins begründet. Der bisherige Kulturmanager arbeitet ab dem 1. September für das Deutsch-Französische Kulturzentrum, das Institut français in Essen. Sein Vertrag war eigentlich noch bis Ende 2016 datiert.

„Ich bin traurig darüber, die Region zu verlassen, und danke allen Kultur-Akteuren und den Kommunen für die gute Zusammenarbeit“, sagte Babin. „Seine interkommunale Arbeit war ein Meilenstein. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, sagte Gehring abschließend.

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