THW lässt Landebahn erstrahlen

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Halver/Wipperfürth - Ein schwerer Unfall mit einem Reisebus am späten Abend auf einer Landstraße – das war das Szenario einer Übung von Helfern des Technischen Hilfswerks (THW) aus Halver und Dortmund auf dem Flugplatz Wipperfürth-Neye.

Hubschrauber starten und landen, so das Einsatzszenario, auf dem als Sonderlandeplatz ausgewiesenen Gelände. Die Einsatzleitung fordert Beleuchtung für die fast einen Kilometer lange Start- und Landebahn an. Nur so könnten Piloten und Rettungssanitäter dort sicher arbeiten. Von der Halveraner THW-Unterkunft aus haben 22 Helfer mit ihren Einsatzfahrzeugen das Gelände schnell erreicht.

Zwei Lichtmastanhänger, acht Beleuchtungssätze und das große Notstromaggregat bildeten die Basis für am Ende 800 Meter gut ausgeleuchteter Landebahn. Hinzu kamen mehr als 600 Meter Kabel, abgerollt von 15 Trommeln. „Wir waren überrascht, wie schnell wir so ein Flächenprojekt umsetzen können“, zeigte sich Übungsorganisator Roland Hess vom THW Halver nach nur 45 Minuten Aufbauzeit zufrieden. Unterstützt wurde er von seinem Halveraner Kollegen Bastian Kolbe und den Dortmunder THW-Helfern.

Landung unter Flutlicht

Hilfreich sei es gewesen, dass die Einsatzfahrzeuge bei trockenem Wetter bis auf den Grasplatz fahren konnten, ohne dort Schaden anzurichten. Der Materialtransport vom befestigen Weg am Rande des Geländes bis hinaus die Grasbahn hätte deutlich mehr Zeit gekostet.

Mit dem Luftsportverein Wipperfürth, dem Bergischen Luftsportverein aus Bergisch Gladbach und dem Luftsportverein Halver nutzen gleich drei Vereine die Anlage. Für sie verfolgte Marlon Treptow, Zweiter Vorsitzender des LSV Wipperfürth, den Übungsverlauf in der beginnenden Dämmerung. Im letzten Tageslicht startete er zusammen mit den THW-Mitgliedern Jan Pinter und Florian Kolb in einer Cessna zu einem Rundflug, um danach in der Dunkelheit die Landung unter Flutlicht zu testen.

Piloten nicht blenden

Dabei stellte sich heraus: Licht war reichlich vorhanden, doch die hellen Strahler standen nicht optimal. „Die Piloten solcher Maschinen müssen immer mit dem Wind laden. Unsere Scheinwerfer hätten wir an diesem Tag genau andersherum ausrichten müssen, um den Piloten nicht zu blenden“, erläuterte Roland Hess das Problem. Technisch hätten die Einsatzkräfte ihre Aufgabe aber gut gelöst.

Insgesamt waren Flugplatzbetreiber und Übungsleitung zufrieden mit dem Ablauf. Weil der Aufbau so schnell ging, blieb für die Aktiven aus Halver und Dortmund noch Zeit für eine Führung durch Hangar und Tower sowie einen anschließenden Imbiss. Kurz vor Mitternacht waren die Helfer zurück in der Unterkunft an der Löhbacher Straße.

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