10 Stunden Festival im Halveraner Rathauspark

Mehr als 1000 Besucher im Rathauspark

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Empowerment suchten bei ihrem Auftritt den Kontakt zum Publikum

Halver- Umsonst und bei optimalen Bedingungen unter freiem Himmel war das 3. Hardcore Help Foundation Summerfest am Samstag im Halveraner Rathauspark ein voller Erfolg. Mehr als 1000 Besucher strömten im Laufe des Tages auf das Festivalgelände und erlebten ein mehr als zehnstündiges Programm mit 15 Künstlern.

Einen der Höhepunkte des Tages bildete zweifelsohne der Auftritt von Deez Nuts. Der Überraschungsgast aus Australien zog die rund 600 Zuschauer sofort in seinen Bann, sorgte für eine volle Treppe vor der Bühne und animierte die Anhänger schnell zum mitsingen. Etwas überraschend ebenfalls sehr gefragt war das Quintett von December Youth. Die Formation aus Düsseldorf trat zwar nur auf der kleinen Bühneauf, spielte aber dennoch vor großer Kulisse, die schnell auf den temporeichen Punk-Hardcore-Mix der Band ansprang und teils unter vollem Körpereinsatz mitfeierte.

Eindruck bei ihrem Auftritt hinterließen auch Empowerment. Die Stuttgarter, die sowohl mit ernsten als auch humorvollen Texten aufwarteten, gaben von Beginn an Vollgas auf der großen Bühne und suchen bewusst immer wieder den Kontakt zum Publikum. Vor allem bei ihrem Abschlussstück über ihre Heimat Stuttgart feiere die Band zusammen mit Anhängern auf wie vor der Bühne.

3. Hardcore Help Foundation Summerfest in Halver

In die gleiche Kerbe schlugen neben, Idle Class, die bereits am frühen Nachmittag ran durften, sowie den energiegeladenen Risk It!, den Schweizern Vale Tudo und den deutschsprachig singenden Tausend Löwen unter Feinden. Am Abend, zum Abschluss des langen Musiktages trumpften dann noch einmal Born from Pain und No Turning Back, zwei der Hauptkünstler des Tages, auf. Neben ihren Liedern und der Show an sich überzeugte vor allem Born from Pain, die im Vorjahr kurzfristig ihren Auftritt in Halver absagen mussten, mit ihren Instrumentalstrecken und einzelnen Soli.

Light your Anchor

Für den ungewöhnlichsten Auftakt des Tages zeichnete sich unterdessen Light your Anchor verantwortlich, die die Bühne mit „Ain’t no Mountain high enough“ von Marvin Gaye betraten um direkt im Anschluss deutlich härtere und schnelle Töne anzuschlagen, die beim Publikum sofort gut ankamen. Eröffnet wurde der Tag im Rathauspark machte zuvor durch Meraine eine Band mit Lokalkolorit durch ihre Zusammensetzung mit Musikern aus Lüdenscheid, Siegen und Dortmund.

Deutlich leisere Töne schlug unterdessen weitestgehend Pinky Swear an. Der Singer/Songwriter aus Frankfurt bot mit seinen vergleichsweise ruhigen Stücken den passenden Gegenpol zu den anderen Musikern. Mit dieser Mischung, den guten Bedingungen und dem Rathauspark an sich, machte sich schnell eine angenehme Festivalatmosphäre breit, bei der auch Familien und ältere Zuschauer gerne länger verweilten.

Nicht ganz in dieses Bild passte nur der Auftritt von Singer/Songwriter Dunkles Licht. Zwar blieb der aus dem Kosovo stammende Kölner musikalisch nichts schuldig, seine düsteren, bedrückenden und teils extrem melancholisch wirkenden Stücke passten nicht zur fröhlichen, friedlichen und ausgelassenen Stimmung des restlichen gelungenen Tages.

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