SGV-Turm an der Karlshöhe

Klinken putzen für das Wahrzeichen der Stadt

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Reinhard Neuhaus und Wilhelm Helbert genießen derzeit das Privileg, den SGV-Turm an der Karlshöhe betreten zu können. Im Jahr 2018 soll das Wahrzeichen der Stadt wieder für jedermann zugänglich sein.

Halver - Reinhard Neuhaus und Wilhelm Helbert wollen, dass der SGV-Turm an der Karlshöhe schon in zwei Jahren für die Öffentlichkeit freigegeben werden kann. Das Jahr 2018 wäre aus einem bestimmten Grund perfekt für die Eröffnung. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Reinhard Neuhaus und Wilhelm Helbert kennen dutzende Anekdoten zum SGV-Turm an der Karlshöhe. Jetzt richtet das Duo den Blick in die Zukunft, um dessen Geschichte fortzusetzen.

Helbert, Vorsitzender des Heimatvereins, und Geschäftsführer Neuhaus haben das Ziel, den Turm im Jahr 2018 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen – es wäre ein idealer Zeitpunkt, schließlich steht der Turm dann seit 125 Jahren in Halver.

Noch ein weiter Weg mit hohen Kosten

Bis es soweit ist, haben Neuhaus, Helbert und deren Mitstreiter vom Heimatverein noch einen weiten Weg mit vielen Variablen vor sich. Fakt ist, dass die Renovierung des maroden Turms rund 700 000 Euro kosten würde. Dies hat ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten ergeben.

Die Hälfte dieser Summe möchte die Stadt bereitstellen, weiteres Geld soll ein von der Verwaltung gestellter Förderantrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einbringen.

Besteigung des Turms an der Karlshöhe

Der Heimatverein wird ebenfalls Geld akquirieren müssen, um das Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. „Wir haben etwa 20 000 Euro Barvermögen“, sagt Neuhaus – ein Anfang, aber noch nicht mehr. Nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 2. November (18 Uhr, Gasthaus „Zum Berliner Platz“) wird der Verein einen Förderantrag bei der NRW-Stiftung stellen. Dies wird nicht die einzige Maßnahme bleiben, um Geld zu beschaffen: „Wir werden Klinken putzen und bei vielen Firmen in Halver nach Sponsorengeldern fragen“, sagt Helbert.

Der Verkauf von Tassen, Schlüsselanhängern und T-Shirts, allesamt bedruckt mit dem Halveraner Wahrzeichen, und der Stand auf dem Weihnachtsmarkt sollen ebenfalls – wenn auch nur einen kleinen Teil – der benötigten Mittel einbringen.

Geschichten, die fortgeschrieben werden sollen

„Früher“, sagen Helbert und Neuhaus, „haben wir hier für 10 Pfennig Karten an die Besucher verkauft und abends auf der Aussichtsplattform Karten gespielt“. Schöne Geschichten, die bald fortgeschrieben werden sollen.

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