Serbische Gastfreundschaft für deutsche Jugendliche

Halver - Zum fünften Mal waren Schüler des Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg zu Gast beim Schüleraustausch in Serbien. Projektleiterin Dr. Saskia Baumert und die 15 Jugendlichen erhielten spannende Einblicke in die fremde Kultur.

„Zu Beginn des Austauschs haben sich die Schüler oftmals die Frage gestellt: Warum denn ausgerechnet Serbien?“, sagte Baumert. Doch spätestens nach dem ersten Kontakt zwischen Gasteltern und Schülern sei „das Eis gebrochen“ und die Schüler von der Gastfreundschaft beeindruckt gewesen. Baumert und Schüler wohnten bei Gastfamilien in der Stadt Kikinda im Nordosten des Landes.

Traditionen und Spezialitäten

Während des Austauschs erhielten die Mädchen und Jungen Einblicke in die serbische Kultur. Die Herzlichkeit der Einheimischen, serbische Spezialitäten aus der Küche und landestypische Traditionen lernte die deutsche Schülergruppe kennen. Das diesjährige Programm stand unter dem Motto: „Traditionen und Handwerksberufe in der Vojvodina-Region“.

Nach einem erlebnisreichen Tag in Belgrad – dem Tag der Ankunft – inklusive Parlamentsbesuch, Detektivspielen in Escape-Räumen und einer nur für die Gruppe organisierten Straßenbahnfahrt, kamen die Schüler abends bei ihren Gastfamilien in Kikinda an.

Einblick in spannende Berufe

An den weiteren Tagen stand der Workshop zum Thema „Mein Traumberuf“ im Mittelpunkt. Dazu gehörte neben der Theorie ein praktischer Teil: So lernten die Deutschen für die Region typische Handwerksberufe kennen. Eine Gruppe verbrachte den Vormittag bei einer Stickerin, eine andere bei einer Korbflechterin, weitere Jugendliche besuchten eine Modedesignerin, die Brautkleider entwirft und näht. Mehrere Schüler wurden zudem in die Feinheiten des Wachsziehens, der Ikonenmalerei, in die Herstellung von Lederprodukten und der Käseproduktion eingeführt.

Wunder von Kikinda

Außerdem erkundete die Gruppe die sieben „Wunder“ von Kikinda: Darunter die Trockenmühle Suvaca, traditionelle Musikinstrumente aus der Banat-Region, das Mammut „Kika“, dessen Skelett man in Kikinda fand, Seife aus Ziegenmilch, die Bildhauer- und Tonwerkstatt „Terra“, die weltweit für ihre überdimensional großen Brennöfen bekannt ist und die Eulen Kikindas, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören.

Neben einem Tagesausflug in die Universitätsstadt Novi Sad mit Besichtigung der Festung und der Katakomben sowie des dortigen Naturkundemuseums gab es viele weitere Programmpunkte: Eine Stadtrallye, ein Sportturnier, der Besuch des serbischen Unterrichts und ein Workshop mit Schwerpunkt Serviettentechnik.

Powerpoint-Rückblick

Am Abend des siebten Tages fand eine Abschiedsfeier im Kulturzentrum statt, zu der alle am Austausch beteiligten Personen – Eltern, Geschwister, Handwerksbetriebe – eingeladen waren. Bei der Powerpoint-Präsentation gab es einen Rückblick über alle Aktivitäten zu sehen. Im Anschluss besprachen die Gäste die ereignisreiche Woche bei traditionellen deutschen und serbischen Gerichten. Dabei nutzte die deutsche Schülergruppe die Chance, den serbischen Lehrerinnen Biljana Repasic und Miljana Kitanovic für die „perfekte Organisation“ zu danken.

Schüler wollen wiederkommen

„Für uns Schüler verging die Zeit viel zu schnell“, sagte Schüler Luca Blisginnis, und weiter: „Im Nachhinein bin ich von der serbischen Gastfreundschaft überwältigt. Wir beabsichtigen, in den kommenden Ferien noch einmal privat nach Serbien zu fliegen.“

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