Jungfernfahrt im Bürgerbus

Halver - Für Ralf Reininghaus war es am Mittwoch die erste Fahrt am Steuer des Bürgerbusses durch Halver. Bei der Jungferntour auf der Linie 1 sprang ihm noch Peter Haase zur Seite mit Tipps und praktischer Hilfe, wie man zum Beispiel am besten zwei Rollatoren samt Fahrgästen in den Wagen bugsiert.

Nächste Haltestelle am Nachmittag aber war traditionell der Zentrale Omnibusbahnhof gegenüber der Sparkasse, wo der Geschäftsführer des Bürgerbusvereins mit einem Strauß Blumen auf den pensionierten Realschullehrer wartete.

Reininghaus ist zurzeit der 23. Fahrer in der ehrenamtlichen Riege von Bürgern, die das Bürgerbusmodell in Halver betreiben, erst kürzlich konnte der verein noch Walter Neumann und Richard Raatz in seinen Reihen begrüßen. Für Reininghaus, 64, war der erste Tag am Steuer des Busses nicht einmal besonders nervenaufreibend. „Mit so was bin ich schon quer durch Australien gefahren. Ansonsten sind wir seit Jahren mit dem Camping-Anhänger unterwegs“, sagt er im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger.

Zum neuen Job hätten ihn „liebe Nachbarn sanft überredet“, erklärt er. Doch ganz neu war die Idee damals schon nicht. Mit Erreichen der Pensionsgrenze war es für Reininghaus naheliegend, ein Ehrenamt zu übernehmen. Das könnte beispielgebend auch für andere Bürger sein, so die Hoffnung von Fahrdienstleiter Volker Diebschlag und dem Vorsitzenden, Klaus-Peter Viebahn. Denn der rührige Verein hat stets Bedarf an Fahrern, die sich die 21 bis 22 Tage im Monat, jeweils mit Vor- und Nachmittagsschicht teilen. Zwei bis drei Einsätze entfielen damit auf jeden, so der derzeitige Stand für die Bürgerbusfahrer in Halver, die für ihren Einsatz keine großen Auflagen erfüllen müssen.

Den Personenbeförderungsschein in der vereinfachten Form gibt es über den Märkischen Kreis. Beizubringen ist dafür eine ärztliche Unbedenklichkeitserklärung. Nähere Informationen gibt es bei Geschäftsführer Lutz Eicker, Tel. 0 23 53 / 7 31 32.

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