Breite Zustimmung für „Kaufhaus Halver“

+
Wolfram Stroese, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, erläuterte anhand von Best-Practice-Beispielen wie Geschäftsmodelle etabliert werden könnten.

Halver - Mit breiter Zustimmung hat am Donnerstag, 14. Juli, der Verein Stadtmarketing für Halver die Planungen des Vorstands für das Projekt „Kaufhaus Halver 2017“ aufgenommen.

Ziel des Vorhabens ist die Stärkung des vorhandenen Einzelhandels durch Bindung beziehungsweise Steigerung von Kaufkraft in Halver gemeinsam mit den weiteren Zentren: den neu entstehenden Fachmärkten auf dem Bahngelände sowie Rewe-Markt und den umliegenden Geschäften.

Volle Konzentration

Vorsitzender Wolfram Stroese und Geschäftsführer Martin Esken haben damit grünes Licht, die Ressourcen des Stadtmarketings in diesem wie im kommenden Jahr auf das Projekt zu konzentrieren. Von der Stadt Halver erhoffen sie Unterstützung nicht nur in ideeller Hinsicht. Trotz angespannter Haushaltslage in Halver dürfte angesichts einer ganzen Reihe von Aufgaben auch konkrete finanzielle Unterstützung notwendig werden, so die Erwartung.

Hoffnung auf positive Auswirkungen

Steigt der Einzelhandel mit breiter Mehrheit auf diese Zielvorstellung ein, werde das langfristig Auswirkung auf die Stadt haben, erwartet Stroese. Fassadengestaltung, Parkraumbewirtschaftung, Angebotsstruktur des Handels – all das wird berührt sein. Der Startschuss, so Stroeses vorsichtige Hoffnung – könnte mit einer gemeinsamen Öffnung der drei Halverander Unterzentren als „Kaufhaus Halver“ zum Halveraner Herbst 2017 erfolgen: „Alles an einem Tag!“

Voraussetzungen und Sorgen

Verschiedene Voraussetzungen, aber auch Sorgen kristallisierten sich in der inhaltlichen Diskussion heraus:

- Die Erwartungen von Eigentümern hinsichtlich der zu erzielenden Mieten seien vielfach unrealistisch. Für Geschäftsleute, die ihre Ideen umsetzen wollen, erst aber noch etablieren müssen, sei das hochproblematisch, mahnte Sabine Stroese. Es müsse einen runden Tisch von Stadt und Vermietern geben, um den Leerständen entgegenzuwirken.

- Erste Aufgabe müsse es sein, die Grundversorgung in Halver sicherzustellen, benannte Dirk Eicker ein weiteres Problem. Erst damit, also mit Eröffnung des Zentrums am Bahnhof, werde der Abfluss von Kaufkraft in benachbarte Städte reduziert beziehungsweise gestoppt. Und damit eröffne sich erst die Chance, originelle Angebote zu schaffen und zu halten. Zurzeit geht man von einem rund 30-prozentigen Kaufkraftverlust aus aufgrund fehlender Angebote in Halver selbst.

- Die Parksituation ist verbesserungswürdig. Einerseits bietet Halver wie kaum eine andere Stadt kostenlose Stellplätze an. Doch im Bereich der Frankfurter Straße zur Von-Vincke-Straße fehlt Parkraum. Parkplätze für Kunden statt für Dauerparker schafft die Stadt mit Bordmitteln, das heißt mit Knöllchen. „Das kann man einfach lösen“, sagt Brosch, der auch auf „eine spürbare Belebung der Nachfrage nach dem Fassadenprogramm“ der Stadt (www.halver.de) hinweist.

Die entscheidende Frage

Erfolge würden sich allerdings nicht schlagartig einstellen, gab Walter Panne zu bedenken: „Es wird einen langen Atem brauchen.“ Aber die entscheidende Frage des Abends stellte Bürgermeister Brosch: „Was passiert, wenn wir nichts tun?“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare