Halvers Alter Markt soll barrierefrei werden

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Halver - Der Umbau des Alten Markts sei gegenüber dem Steuerzahler „nur vertretbar mit Blick auf die Barrierefreiheit“, hat Bürgermeister Michael Brosch im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen deutlich gemacht. „Das Schleifen des Pflasters muss funktionieren.“

Im Fachausschuss am Dienstag hatte Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer die konkrete Planung für den innerstädtischen Platz vorgestellt. Und Bestandteil dieser Planung ist, im Gehwegbereich der Frankfurter Straße in Höhe des Platzes das Pflaster herunterzuschleifen und in gleicher Weise eine Querungshilfe über die Straße herzustellen. 

Die vorhandenen Fugen werden freigelegt und anschließend mit Mörtel verfüllt, um eine plane Fläche herzustellen, die dann auch mit Rollstühlen und Rollatoren befahrbar wird. In früheren Überlegungen war man noch von einem neuen, barrierefreien Pflaster ausgegangen.

Details vorgestellt

Auf Zustimmung stieß in der Politik die Vorstellung der Details von weiterer Pflasterung und Möblierung der Fläche. Vorgesehen sind unter anderem: 

  • Solide Sitzbänke aus fünf Millimeter starken Stahlprofilen mit robusten Bohlen, die vandalismussicher im Boden verschraubt werden können. Hergestellt würden sie in einer Werkstatt von Menschen mit Behinderungen, wie Pfeiffer erläuterte
  • Graue Abfalleimer aus solidem Stahlblech, die nach oben abgedeckt sind, damit eine einfache Fremdbefüllung ausgeschlossen werden kann
  • Versenkbare Strom- und Wasseranschlüsse, um bei Veranstaltungen Stände oder Bierwagen versorgen zu können. Eine weitere Verteilungssäule würde im Bühnenbereich aufgestellt.
  • Die Ausleuchtung des Platzes durch ein überfahrbares LED-Band, das in einem Profil in den Boden gelegt wird sowie bodennah eingebaute Strahler.
  • Die neue Pflasterung des eigentlichen Platzbereiches mit 24 mal 24 Zentimeter großen Platten, die auch mit mittelgroßen Lkws befahren werden können.
  • Die räumliche Abgrenzung des Platzes durch sogenannte Gabionen – mit Steinen befüllte Stahlgitter – mit einer Höhe von etwa 1,50 Metern.

Buchen- statt Eibenhecke

Die Gabionen wechseln sich im Entwurf ab mit Hecken, die dort gesetzt werden sollen. Die von Pfeiffer vorgeschlagenen immergrünen Hecken stießen im Ausschuss allerdings auf keine Gegenliebe, denn alle diese Pflanzenarten seien giftig. Man wolle dort „keine Gefahrenquelle schaffen“, schloss sich auch Ausschussvorsitzender Martin Kastner der Einschätzung von CDU-Fraktionschefin Martina Hesse an. Im Ergebnis dürften auf dem Alten Markt demnach künftig Rotbuchenhecken wachsen. Das alles soll soll nach Möglichkeit kurzfristig angegangen werden. Die Ausschreibungen sind bereits erfolgt. Geplant ist der Baustart noch im Oktober, wenn die Saison des Eiscafés endet, heißt es in der Vorlage für den Fachausschuss.

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