Obstsammlung an der Heesfelder Mühle

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Die erste von zwei Obstsammlungen rund um die Heesfelder Mühle fand am Samstag statt. Organisiert werden die Veranstaltungen vom Verein Heesfelder Mühle.

Halver - Wer über eine Obstwiese mit alten Apfelsorten verfügt, kann sich glücklich schätzen. Denn er besitzt damit meist nicht nur ein schönes Stück Land, sondern tut gleichzeitig auch noch etwas für die Umwelt und für den Erhalt alter Apfelsorten, die ansonsten unter Umständen vom Aussterben bedroht wären.

Doch wohin mit der reichhaltigen Apfelernte, die man in aller Regel nicht komplett alleine verbrauchen kann? Hier kommt der Verein Heesfelder Mühle ins Spiel. Zweimal im Jahr besteht dort die Möglichkeit, seine Äpfel abzuliefern und gegen hochwertigen Saft einzutauschen.

Darüber hinaus steht an einem der beiden Termine auch noch das Saftmobil zur Verfügung, um seine eigenen Früchte zu Saft verarbeiten zu lassen. Neben Äpfeln werden an diesen beiden Tagen grundsätzlich auch Birnen und Quitten angenommen, die sich ebenfalls gut zur Saftherstellung eignen.

Am Samstag war das Saftmobil zunächst noch nicht zu Gast an der Heesfelder Mühle, die Apfel-, Quitten- und Birnenernte konnte aber dennoch abgeliefert und gegen eine entsprechende Menge Saft aus dem Vorjahr, in dem die Ernte besonders üppig ausfiel, eingetauscht werden. Gaby Brunsmeier, die Organisatorin der Aktion, und ihre Helfer Martina und Rüdiger Rohmann, Sabrina Badziura, Winni Lüling und Carsten Gesenberg erwarteten die Obstlieferanten am Förderband, das die Früchte direkt in einen rund fünf Tonnen fassenden Container beförderte. „Den werden wir heute wohl nicht voll bekommen, wir wären schon mit ein oder zwei Tonnen sehr zufrieden“, erklärte Brunsmeier.

Möglicherweise, vermutete sie, warten einige Sammler den zweiten Termin am Samstag, 22. Oktober ab. Von 9 bis 15 Uhr steht dann auch das Saftmobil vor Ort. Dabei ist gar nicht gesagt, dass der Saft, der nur aus den selbst angelieferten Früchten gewonnen wurde, unbedingt schmackhaft wird. „Das Geheimnis für einen guten Saft liegt immer in der guten Mischung an Früchten“, stellte Brunsmeier klar. „Am besten wird der Saft, wenn sich saure und süße Früchte die Waage halten.“

Auch wenn es am Samstag eher ruhig zuging, kam doch der eine oder andere Obstbauer vorbei und lieferte ordentliche Kontingente ab. Für jene, die sich einmal genauer über die Welt der Äpfel informieren möchten, hat Brunsmeier bei jeder Sammelaktion eine kleine Apfel-Ausstellung aufgebaut.

Allein rund um die Heesfelder Mühle gibt es rund 120 Obstsorten. Zudem lässt Brunsmeier die Besucher gerne mal einen Apfel probieren. Das Besondere daran: Sie kann eine Apfelsorte präsentieren, die es nachweislich nur an der Heesfelder Mühle gibt. Der „Heesfelder Mühlenapfel“ ist zwar unter diesem Namen noch nicht offiziell registriert, doch nachdem sich Experten lange über die Frage gestritten haben, ob es sich tatsächlich um eine nur an der Heesfelder Mühle vorkommende Apfelsorte handelt, wurde inzwischen der genetische Nachweis dafür erbracht.

Viele weitere Apfelsorten rund um die Mühle stammen aus der näheren Umgebung, zum Beispiel der Freudenberger Nützerling, Harberts Renette (Arnsberg) oder der Dülmener Herbstrosenapfel.

All jene Sammler, die es bis jetzt versäumt haben, ihre Äpfel, Birnen und Quitten an der Heesfelder Mühle abzugeben und gegen Saft einzutauschen, sollten sich den zweiten und letzten Obstsammeltermin am Samstag, 22. Oktober, 9 bis 15 Uhr (mit Saftmobil), vormerken.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.heesfelder-muehle.de

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