Mehr als 1500 Besucher im ersten Halbjahr im Heimatmuseum

+
Rudi Olson ist zufrieden. 1511 Besucher haben sich bereits in die Gästeliste des Heimatmuseums eingetragen. Er geht daher davon aus, dass auch in diesem Jahr weit mehr als 2000 Geschichtsinteressierte die Ausstellungen besuchen werden.

Halver - Rudi Olson ist zufrieden. Bereits im ersten Halbjahr besuchten mehr als 1500 Interessierte das Heimatmuseum.

„Das heißt, wir werden unser Ziel von 2000 Besuchern auch in diesem Jahr problemlos erreichen“, freut sich der Museumsleiter.

Im vergangenen Jahr wurden 2873 Besucher gezählt, das sei allerdings auch ein extrem gutes Jahr gewesen. Ein Grund für die hohen Besucherzahlen sei sicherlich die Ausstellung anlässlich des Jubiläums des Anne-Frank-Gymnasiums gewesen. In diesem Jahr werden es vermutlich nicht ganz so viele Gäste.

Der Bau der Umgehungsstraße wird in der aktuellen Ausstellung im Heimatmuseum thematisiert.

„Die Ausstellungen sind schon maßgeblich verantwortlich für den Erfolg“, erklärt Olson. Daher würde er auch immer viel Zeit in die Organisation stecken. Gemeinsam mit Peter Bell plane er die einzelnen Veranstaltungen und setze sie um. Gerade läuft beispielsweise eine Ausstellung zum Bau der Umgehungsstraße vor 25 Jahren.

„Die Besucher finden Ausstellungen toll, mit denen sie etwas verbinden und wo es vielleicht möglich ist, dass sie sich auf dem einen oder anderen Bild wiedererkennen“, erklärt Olson das Erfolgsrezept. Der durchschnittliche Besucher ist entweder Schüler oder älter als 50 Jahre. Besuche von jungen Erwachsenen seien eher selten. „Es sind schon viele Schulklassen. Aber von mir aus könnten es noch mehr sein“, sagt Olson.

"In die Geheimnisse der Geschichte einweihen"

Er liebe die Arbeit mit den Kindern. Daher sei die Ausstellung zu den Dorfschulen im Mai und Juni besonders schön gewesen. „Viele Klassen nutzten das Angebot. Die Kinder waren begeistert und je mehr ich erzählt habe, desto mehr haben sie interessiert gefragt“, freut sich Olson. Er besuchte einst selbst so eine Dorfschule in Buschhausen.

„70 Kinder in einer Klasse. Der Lehrer, der mit dem Zeigestock herum ging und den auch das eine oder andere Mal auf die Schüler sausen ließ. Das kann sich heute eigentlich niemand mehr vorstellen.“ Als Olson das erzählt, muss er grinsen. Er erinnert sich an ein kleines Mädchen, das forderte, dass diese Regel wieder eingeführt wird, weil die Jungen in ihrer Klasse gar nicht hören würden.

„Uns ist es wichtig, die heranwachsende Generation in die Geheimnisse der Geschichte einzuweihen. Das schafft ein anderes Verständnis“, sagt Olson. Stunden und Tage verbringen er und Peter Bell daher im Museum. Zeit für andere Hobbys bleibt da nicht. „Das macht aber nichts. Die Arbeit hier im Heimatmuseum und im Bürgerzentrum füllt mich voll und ganz aus“, betont Olson.

Schülerausstellung geplant

Im zweiten Halbjahr ist unter anderem noch eine Schülerausstellung geplant. Die Kunstklassen des Gymnasiums werden ihre Werke präsentieren. Außerdem laufen die Vorbereitungen auf den Handarbeitsmarkt. „Wir haben jetzt 15 Aussteller und sind damit schon gut voll“, sagt der Leiter. Die Märkte hätten sich über die Jahre zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. Beim Ostereiermarkt müsse er mittlerweile sogar immer mehr Absagen erteilen. „Es fehlt einfach der Platz.“

Daher müsse im Vorfeld genau geguckt werden, wer ins Konzept passt, was es Neues gibt und was eine Bereicherung sein könnte. Olson: „Wir nutzen mittlerweile jeden Meter freie Fläche und vermutlich könnten wir auch noch größer werden.“ Das Schöne an seiner Arbeit, so sagt er, sei der Kontakt mit den Menschen, das positive Feedback und die begeisterten Gesichter. Das sei es auch, was ihn täglich aufs neue antreibe.

„Früher habe ich auch noch Fußball gespielt. Heute hätte ich dafür sicherlich keine Zeit mehr“, gibt Olson zu. Aber zurücklehnen will er sich noch lange nicht. Schließlich hat er den nächsten Besucherrekord vor Augen und um den zu erreichen, müssen Ausstellungen her.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare