Noch keine Lösung für Kita in Oberbrügge

+

Oberbrügge - Die Gespräche zwischen dem Jugendamt des Märkischen Kreises und potenziellen künftigen Trägern eines Kindergartens in Oberbrügge sind in vollem Gange – ein Ergebnis allerdings kann der Märkische Kreis noch nicht vermelden.

Es sei „erklärtes Ziel, die Kita auf keinen Fall leerlaufen zu lassen“, gibt Hendrik Klein, Pressesprecher des Kreises, die Absicht aus dem zuständigen Fachbereich wieder. „Wir arbeiten an einer Lösung.“ Doch wie die aussehen kann, ist völlig offen.

Träger- und Raumfrage offen

Nach dem angekündigten Rückzug des Zweckverbandes des Bistums Essen, der die Kindertagesstätte aus Kostengründen nicht mehr halten will, hatte zunächst eine „Task Force“ der katholischen Kirchengemeinde Christus König in Halver ausgelotet, wie die einzige Kindertageseinrichtung im Stadtteil in kirchlicher Regie und mit freiwilligen Leistungen von Eltern und aus der Bürgerschaft hätte weitergeführt werden können. Zu einem tragfähigen Ergebnis war es dabei letztlich nicht gekommen. Damit wird der Kindergarten St. Georg am 1. August 2018 auslaufen.

So ist zurzeit unklar, wer den Kindergarten weiterführt und auch, wo dies stattfinden wird. Das Bistum sah für den Standort am Burgweg baulichen Handlungsbedarf. Auf der anderen Seite verfügt die Stadt Halver in den Räumen der Grundschule am Nocken über freie Raumkapazitäten. Nach interner Einschätzung im Rathaus dürften die Flächen für den Betrieb einer zweigruppigen Einrichtung ausreichen, auch bei verschiedenen Umbaumaßnahmen, um passende Voraussetzungen für Kinder unter drei Jahren zu schaffen.

Drei Aspekte nennt Bürgermeister Michael Brosch, die für den Standort am Nocken sprächen: Zum einen die vorhandene Raumkapazität, außerdem die Möglichkeit des nahtlosen Übergangs von der Kita zu Schule. Dies bedeute zugleich Standortsicherung für die Grundschule. Und auch die Mieteinnahmen für den Haushalt seien hilfreich für die Stadt.

Die Entscheidung über die Trägerschaft liege klar beim Märkischen Kreis, macht Brosch deutlich. Ob die Stadt Halver selbst als Träger einspringt, lässt der Bürgermeister zwar offen, hat aber „das Gefühl, dass das nicht notwendig wird.“ Denn die kommunale Trägerschaft ist letztlich die teuerste Lösung und wäre auch mit der Einstellung eigenen Personals verbunden.

Anregung zu Elterninitiative

Eine andere Idee ist seit etwa einer Woche im Umlauf: Ralf Wegerhoff, der auch im Vorstand der katholischen Kirchengemeinde mitwirkt, hat über die Facebook-Seite für Oberbrügge und Ehringhausen Hilfe angeboten, falls sich eine Initiative gründen möchte, die die Trägerschaft übernehmen würde. Der dann zu gründende Verein als „armer Träger“ würde mit immerhin 96 Prozent der Betriebskosten unterstützt. Bei den Kirchen sind es 88 Prozent.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare