Aufregendes Kükenschlüpfen in der Kita Pusteblume

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Halver - Frisch geschlüpft sind die Küken in der Kindertagesstätte Pusteblume. Seit Montag können die Jungen und Mädchen die Tiere bei ihren ersten Schritten beobachten, schon vorher waren sie hautnah beim Schlüpfen dabei.

Rund 45 Eier hatte der Landwirt Hans Allefeld der Tagesstätte zur Verfügung gestellt. Ein spezieller Brutkasten simuliert die Brut durch das Huhn: Automatisch werden die Eier regelmäßig gewendet. Jeden Tag muss der Kasten für zehn Minuten geöffnet werden, um die Zeiten nachzubilden, in denen das Muttertier Nahrung zu sich nimmt. Auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen genau stimmen.

Nach 21 Tagen haben die ersten Jungtiere Anfang der Woche die Eierschalen durchbrochen, die meisten haben sich mittlerweile aus ihren Eiern befreit und laufen in dem Aufzuchtskasten herum, der ebenfalls im Kindergarten steht.

„Es ist schöner als Fernsehen“

Dort lernen sie Laufen, bekommen Futter und Wasser. Weil die Hühner keine Zähne haben, steht außerdem Sand bereit, mit dem die Körner im Magen gemahlen werden.

Bei den Kindergartenkindern stoßen die Küken auf großes Interesse: Jeder will mal eines der Tierchen in die Hand nehmen und streicheln, immer gibt es etwas Neues zu sehen. „Es ist schöner als Fernsehen“, erzählt Erzieherin Kaja Fröhlich.

Für Anfang Mai hat Hans Allefeld die Jungen und Mädchen eingeladen, um sich dessen Bauernhof anzuschauen und die im Kindergarten geschlüpften Küken wiederzusehen.

Kinder an die Natur heranführen

Zu dem Projekt gehört aber mehr als die Beobachtung der Tiere: Die Kinder haben sich auf verschiedenen Wegen über die Entwicklung vom Ei zum Küken informiert.

Das Ziel ist es, die Kleinen stärker an die Natur heranzuführen: „Viele Kinder haben den Kontakt zur Natur verloren“, erläutert der Landwirt. Seit einiger Zeit bietet er das Projekt deshalb für Schulen und Kindergärten an. Dieses Jahr sind neben der Kita Pusteblume auch die Lindenhofschule sowie ein Kindergarten in Kreuzberg bei Wipperfürth dabei.

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