Spielen, essen, schlafen: Neue Räume für Juno-Kinder

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Halver - Die umfangreiche Renovierung des ehemaligen Jugendzentrums ist abgeschlossen. Ab 1. August spielen, essen und schlafen dort 33 Kinder der Kita Juno, Familienzentrum in Trägerschaft des DRK.

„Alles ist fertig. Wir müssen jetzt nur noch dekorieren“, sagt Kita-Leiterin Petra Gelhart, während sie die neuen Räume präsentiert.

Seit Januar 2016 wurde im Erdgeschoss des Gebäudes an der Jugendheimstraße Platz geschaffen für zehn Kinder unter drei Jahren und 23 Kinder über drei Jahre. Auf 550 Quadratmetern haben Handwerker verschiedener Gewerke umfangreich renoviert. Sie haben unter anderem Wände eingerissen und hochgezogen, um den Raum-Anforderungen des Gesetzgebers gerecht zu werden. Entstanden sind neben zwei Gruppenräumen auch Schlafräume, ein Differenzierungs- und ein Integrativraum. Verbaut wurden zudem neue Türen und Fluchttüren für den Brandfall und Lärmschutzdämmungen an den Wänden und Decken.

Das alles ist neu

„Die gesamte Elektrik ist jetzt wieder auf dem neuesten Stand“, erklärt Gelhart und zeigt auf weitere Neuheiten: Frisch gestrichene Wände in hellem, freundlichen Ton und neue Fenster, die für natürliches Licht und eine angenehme Atmosphäre in den Gruppenräumen und auf den Fluren sorgen.

Ebenfalls neu sind der barrierefreie Zugang vom Parkplatz aus, behindertengerechte Toiletten, Waschräume und Lampen am Außenbereich. Die Baumaßnahmen haben einen mittleren sechsstelligen Betrag gekostet.

148 Kinder ab August

„Ab 1. August betreuen wir 148 Kinder“, sagt Gelhart. Am bisherigen Konzept werde sich nichts ändern: „Wir decken weiterhin alle Bildungsbereiche ab, legen Wert auf projektorientiertes Arbeiten, Bewegung und Ernährung.“ Was sich hingegen ändern wird, ist die Anzahl der Mitarbeiter. Sechs neue Fachkräfte werden zu dem bestehenden Erzieher-Team stoßen. „Da durchmischen wir, damit sich die Kollegen besser kennen lernen und die aktuellen Mitarbeiter ihnen unser Konzept bei der täglichen Arbeit näherbringen können“, erläutert Gelhart. Die Mittagessen werden weiterhin im unterhalb der neuen Räume gelegenen Haupthaus gekocht und dann in einem kleinen Aufzug in die Gruppenräume transportiert.

Personal soll entlastet werden

Trotzdem besteht für die Erzieherinnen die Möglichkeit, in zwei neu eingerichteten Küchen in den Gruppenräumen gemeinsam mit den Kindern zu kochen. Ein Arbeitsraum zum Erledigen der Büroarbeit, eine Personalküche und ein Zimmer zum Ausruhen inklusive Couch sollen den Mitarbeitern das Arbeiten künftig erleichtern. Das Halveraner Architekturbüro Brückmann erstellte die Pläne und begleitete das Bauvorhaben bis zur Fertigstellung.

Dass überhaupt renoviert wurde und das Jugendzentrum der Kita weichen musste, lag vor allem an der Feststellung der Jugendhilfeplanung des Märkischen Kreises von 2014. Die besagte, dass es in Halver vor allem bei Kindern im Alter unter drei Jahren Bedarf an Plätzen gab. Diese Aussage der Jugendhilfeplanung sollte sich bestätigen: „Wir sind restlos ausgebucht“, sagt Gelhart.

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