Kirmes in Halver: Leicht positives Fazit

Halver - Es hätte besser, aber definitiv auch schlechter laufen können. So lautet das Fazit einiger Schausteller und Budenbetreiber der 372. Halveraner Kirmes, die der AA am Montag befragt hat.

Einig waren sich die Schausteller in einem Punkt: Wer Speisen und Getränke anbot, hatte in diesem Jahr mutmaßlich stärkeren Umsatz als Betreiber von Fahrgeschäften.

„Wir hatten Glück, denn die meiste Zeit war perfektes Kirmeswetter“, sagte David Lüdtke, der mit zwei Crêpeständen vertreten war. Die Umsätze seien vergleichbar mit denen aus dem Vorjahr. „Wichtig ist, dass die Qualität stimmt und die Leute ein Gesicht hinter dem Tresen wiedererkennen.“

Für Ank und Dirk Aarjans aus den Niederlanden fiel das Fazit gemischter aus. Das Ehepaar stand zum ersten Mal mit dem Spiegelkabinett „Venezia“ an der Bahnhofstraße Höhe des ZOB. „Zwar waren viele Leute an allen Tagen da, aber das war nicht unbedingt mein Publikum. Zu mir kommen Kinder und Jugendliche. Mit dem Umsatz am Freitag und Samstag können wir aber sehr zufrieden sein“, sagte Dirk Aarjans.

Positives vom Getränkestand

Die Halveraner Gaststätte „Zum Fäßchen“ betrieb zum dritten Mal in Folge einen Getränkestand unmittelbar vor der eigenen Kneipe an der Bahnhofstraße. Ein Vorteil: „Wenn es anfängt zu regnen, dann können die Gäste immer noch zu uns in die geschlossenen Räume ausweichen“, sagten Myriam Hache und Björn van der Kolk, die nach drei Tagen „schon viele Biere“ gezapft hatten. Im Vorjahr sei zwar mehr los gewesen, aber ihr Fazit fiel dennoch positiv aus.

Rosita Dietrich, die aus ihrer Bude heraus allerlei süße Leckereien verkaufte, war laut eigenen Angaben zum 25. Mal mit ihrem Stand vertreten. „Das Geschäft war ruhiger, es war einfach nicht so viel los“, sagte sie. „Der Samstag war okay, der Sonntag hätte besser besucht sein können“, bilanzierte Schausteller Dieter Mönnig, der mit seinem „Hammerspiel“ zum ersten Mal in Halver gastierte. Dennoch würde er gerne im nächsten Jahr wieder vor Ort sein.

Wetter-Nachteil für Fahrgeschäfte

„Bei dem Wetter fährt keiner Karussell“, sagte Dany Hartmann aus Hagen am Familientag, als am frühen Nachmittag noch eine dichte Wolkendecke über Halver hing. Hartmanns Fahrgeschäft „1001 Nacht“ war vor dem Kulturbahnhof postiert. „Für das schlechte Wetter kann man nichts. Es waren viele Menschen da, aber es herrschte wenig Betrieb.“ Vor acht Jahren war er schon einmal in Halver. „An der Sparkasse, da war es gut. Es ist auch immer eine Sache des Standorts.“ Auch er würde im Jahr 2017 trotzdem gerne wieder vor Ort in Halver sein.

Der Familientag war bis zum frühen Abend eher spärlich besucht. Ein Grund für die wenigen Besucher war wohl das Wetter: Zwar waren die Temperaturen angenehm mild, doch gerade zu Beginn ab 14 Uhr prasselte der ein oder andere Schauer auf Halver herab.

372. Halveraner Kirmes

Rubriklistenbild: © Holz

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