Brand in Eickerhöhe - Feuerwehr rettet Schafe

Da der Kellerbrand auszudehnen drohte, wurde Stadtalarm ausgelöst – alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr wurden zur Eickerhöhe gerufen.

Halver - Zuerst war die Feuerwehr nur per Meldeempfänger gegen 13.15 Uhr alarmiert worden. Im Haus Eickerhöhe 1, so lautete die Benachrichtigung, gebe es einen Kellerbrand. Aufgrund der zuerst unklaren Gefahrenlage und der Möglichkeit, dass sich das Feuer auf das gesamte Haus ausdehnen konnte, wurde per Sirene Stadtalarm ausgelöst.

Was bedeutete, dass nicht nur der Löschzug Stadtmitte, sondern kurze Zeit später auch die Züge Buschhausen, Bommert und Oberbrügge-Ehringhausen zur kleinen Ortschaft zwischen Schwenke und Anschlag gerufen wurden. Lutz Eicker und Johann Klaßmann vom Ordnungsamt, Feuerwehrnotarzt Jochen Eversmann, Bezirksschornsteinfegermeister Hans-Eberhard Kopp und Polizeibeamte waren ebenfalls nach Eickerhöhe gekommen.

Angesichts der starkem Rauchentwicklung – der aufsteigende Qualm war schon von Weitem zu sehen – konnten die Feuerwehrmänner nur mit Atemschutzgeräten in das Haus eindringen. Darüber hinaus musste auch vorsorglich eine Löschwasserleitung zu einem nahe gelegenen Teich gelegt werden.

Stadtbrandinspektor Stefan Czarkowski sprach von einer „sehr kritischen Lage“, da das Feuer in einem Raum ausgebrochen war, der genau an der Schnittstelle des Haupthauses und zweier Stallungen liegt, sich daher in alle Richtungen hätte ausbreiten können.

Brandursache unklar

Wodurch das Feuer ausgebrochen war, konnte nicht gesagt werden: Der besagte Raum, so Czarkowski, sei völlig ausgebrannt. „Wir können im Moment nicht sagen, was mal in dem Raum gewesen ist“, meinte der Feuerwehrchef.

Aus der verqualmten Scheune mussten die Feuerwehrmänner die verstörten Schafe und Lämmer, die nicht von alleine das Weite suchten, treiben.

Einigen anderen „Blauröcken“ wurde zudem eine besondere Aufgabe zuteil: In einer der Scheunen, aus deren Türen und Fenstern es ebenfalls sehr stark qualmte, befanden sich noch Schafe und Lämmer. Die offensichtlich verstörten Tiere mussten aus der Scheune getrieben und so gerettet werden. Menschen und andere Tiere kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Für die Zeit des Einsatzes – bis etwa 16.15 Uhr dauerten die Nachlöscharbeiten der Feuerwehr – waren die Straße zwischen Schwenke und Anschlag und auch die kleinen Nebenstraßen, die in Eickerhöhe auf die Kreisstraße münden, für den gesamten Verkehr komplett gesperrt.

Erst nach etwa dreieinhalb Stunden konnten Teile der Einsatzkräfte wieder in ihre Gerätehäuser einrücken, während die anderen Fahrzeuge an die Seite gefahren wurden und damit die Durchfahrt auf der Kreisstraße freigaben. Feuerwehrchef Czarkowski hatte zudem einige seiner Männer für eine Brandwache in Eickerhöhe eingeteilt.

Kellerbrand in Eickerhöhe in Halver

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