Keine Gefahr für Menschen

Entspannter Blick auf Eschensterben

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Ist eine Esche erst einmal befallen, ist es unumgänglich, sie zu fällen.

Halver - Trotz des breitflächigen Eschensterbens macht man sich in Halver keine großen Sorgen. Der Grund dafür ist denkbar einfach.

Ein aggressiver Pilz macht den heimischen Eschen schwer zu schaffen. „90 Prozent des gesamten Eschenbestandes“, das vermeldet der Ruhrverband, „weisen Spuren der Baumkrankheit auf“. Da sich Forscher bislang erfolglos auf der Suche nach einem Gegenmittel befinden, bleibt derzeit nur eine Option: die erkrankten Eschen müssen gefällt werden.

Dennoch betrachtet der für Halver zuständige Forstbetriebsbezirksleiter Ulrich Ackfeld die Situation entspannt – und das aus einem simplen Grund: „Bei uns gibt es nur wenig Eschen. Und die stehen meist vereinzelt oder in wenigen Ausnahmen lediglich in kleinen Gruppen.“ Insgesamt spiele die Esche in Halver nur eine untergeordnete Rolle. Der Flächenanteil der Esche liege in Halver bei etwa 0,15 Prozent der Gesamtwaldfläche.

Verantwortung liegt bei Waldbesitzern

Eine breitflächige Abholzungs-Aktion sei deshalb nicht nötig: „Wenn ich durch die Wälder fahre und mir eine erkrankte Esche auffällt, spreche ich die jeweiligen Waldbesitzer darauf an.“ Unterm Strich liege bei ihnen die Verantwortung für die Bäume. „Befallene Eschen sollten im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht entnommen werden. Im Wald werden sie im Rahmen geplanter Durchforstungsmaßnahmen entnommen und vermarktet. Die Verantwortung dafür obliegt dem Waldeigentümer.“

Nur wenige Eschen an Straßen

Ackfelds Gelassenheit ist darauf zurückzuführen, dass keine Menschenleben in Gefahr gebracht werden: „Es gibt nur wenige Eschen, die an Straßenrändern stehen.“ Er könne sich an ein Exemplar erinnern, das an einer Straße in Heedfeld steht: „Der Baum ist aber gesund. Da muss man natürlich nicht aktiv werden.“ Der Hauptteil der wenigen Halveraner Eschen stehe in Wäldern an Schluchten oder in feuchteren Bereichen. Grundsätzlich rät der Forstbetriebsbezirksleiter dazu, eine augenscheinlich erkrankte Esche langfristig zu beobachten: „Es ist ja nicht so, dass ein Baum von jetzt auf gleich trocken ist.“

Was mit einer gefällten Esche geschieht, liege im Ermessen der Besitzer: „Die verkaufen das Holz dann oder nutzen es selbst.“

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