Jugendaustausch: Israelische Tanzgruppe in Halver

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Die Tanzgruppe „Hora Aviv Pardess Hanna Karkur“ umfasst rund 300 Mitglieder. Einige kommen nach Halver.

Halver - Seit 25 Jahren findet in Halver und Umgebung ein deutsch-israelischer Jugendaustausch statt – auch in diesem Jahr wird wieder eine 18-köpfige Jugendgruppe aus Israel zu Besuch kommen.

Organisiert vom Arbeitskreis Deutsch-Israelischer Dialog kommen die Jugendlichen einer Folkloretanzgruppe, im Alter von etwa 15 bis 18 Jahren, am 8. August und bleiben zehn Tage in Deutschland.

„Seit Jahren pflegen wir eine intensive Freundschaft mit der Gruppe“, sagt Andrea Reich, die in Halver für den Fachbereich Zentrale Dienste und Finanzen tätig ist und den Austausch mitorganisiert. Vergangenes Jahr besuchte eine Gruppe deutscher Jugendliche Israel. Dazu könnten sich alle Interessierten jährlich anmelden.

Die Tanzgruppe „Hora Aviv Pardess Hanna Karkur“ umfasse etwa 300 aktive Tänzer – „es kommt immer die Gruppe, die kurz vor dem Einzug in die Army steht“.

Die Jugendlichen werden in Gastfamilien untergebracht, die sich zuvor angeboten haben. „Es sind Gastfamilien aus Halver, Schalksmühle, Lüdenscheid und sogar Wipperfürth dabei“, sagt Reich.

In Deutschland erwartet die jungen Folkloretänzer dann ein abwechslungsreiches Programm: Unter anderem geht es zum Erlebnisaufzug an die Burg Altena, in Münster wird eine Stadtführung gemacht, die Gruppe wird der Synagoge in Köln einen Besuch abstatten und im Phantasialand werden einen Tag lang die Karussells unsicher gemacht.

Außerdem geht es in die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen und in die Lüneburger Heide zur Hermannsburg. Natürlich dürfe eine Fahrt nach Berlin nicht fehlen – neben dem Besuch des Bundestages und einer Stadtführung werde dort vor allem die Geschichte des Mauerfalls thematisiert: „Bei uns wurde die Mauer damals abgerissen – und in Israel wird gerade eine gebaut“, sagt Reich.

Am 17. August wird dann ab 19 Uhr abschließend eine gemeinsame Feier im Anne-Frank-Gymnasium in Halver stattfinden. „Da werden wir dann auch eine Tanzeinlage sehen – ich dachte früher immer, Folklore sei langweilig, aber die haben wirklich Pfeffer im Hintern.“

Kommendes Jahr wird wieder eine deutsche Gruppe nach Israel reisen – „aber erst im Herbst“, sagt Reich.

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