Israelischer Tanzabend verzaubert Halveraner

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Für ihre ausgefeilten und actionreichen Choreographien ist die Tanzgruppe Hora Aviv Pardess Hanna Karkur seit vielen Jahren in Halver und Umgebung bekannt.

Halver - Als Land der Gegensätze, mit Wüste im Süden und hohen Bergen im Norden, lernten die Halveraner den Vielvölkerstaat Israel am Mittwochabend in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums beim Tanzabend der Gruppe Hora Aviv Pardess Hanna Karkur, mit der Halver bekanntlich seit 25 Jahren freundschaftliche Beziehungen unterhält, kennen.

Am Vorabend ihrer Rückkehr nach Israel verzauberten die Jugendlichen vor voll besetzten Rängen mit Tänzen aus ihrer Heimat. Vielerlei Einflüsse, mannigfaltige Kulturen und Traditionen lernten die Zuschauer dabei kennen.

Schon die Kostüme, in denen die jungen Tänzer brillierten, waren eine wahre Augenweide. Jedem Tanz gebührte ein eigenes Kostüm – eines farbenprächtiger als das andere. „In Israel gibt es fast nur Menschen mit Migrationshintergrund“, erklärte Karl-Heinz Burghof, der sachkundig und charmant durch das Programm führte.

Im Westen wie im Okzident

Im Westen wie im Osten, im Orient und Okzident machte die 15-köpfige Tanzgruppe halt, um die Vielfalt der Kulturen, die sich in Israel begegnen, tänzerisch zu beleuchten. Tänze aus Ungarn, Persien, Italien, Spanien und dem Jemen fügten sich beim Programmblock „Rückkehr nach Israel“ zu einem facettenreichen Bild. Ungarisches Temperament begegnete da der Fröhlichkeit einer italienischen Tarantella, ein sephardischer Ladino mit andalusischem Flamenco-Kolorit traf mit jemenitischer Folklore zusammen.

Israelischer Tanzabend verzaubert Halveraner

Lebensfreude pur strahlten die jungen Akteure – zwei Jungen und dreizehn Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren – aus. Ebenso ausdrucksvoll wie Herkunft und Wurzeln beleuchteten die Jugendlichen das religiöse Leben in Israel. In ausgefeilten Choreographien führten sie in einem chassidischen Tanz die Traditionen des orthodoxen Judentums vor Augen, baten um Weisheit im Gebet und ließen den jüdischen Feiertag Simchat Tora, das Fest der Torafreude, hochleben.

Schrittfolgen erzählen Geschichten

Mit Charme, Ausstrahlung und Charisma begeisterten die jungen Israelis ein ums andere Mal. Rund um die Liebe, das Flirten, Schmetterlinge im Bauch und das ewige Suchen und Finden der Paare ging’s in einem weiteren Themenblock. Bezaubernd buhlten da zwei Mädchen um die Freundschaft eines Jungen.

Der letzte große Themenschwerpunkt galt den Landschaften Israels, der Trockenheit der Wüste mit der Suche nach Wasser für Mensch und Tier, dem Transport des Wassers in alter Zeit und dem Regen, der in Israel in den Sommermonaten ein seltener Gast ist.

„Israelis empfinden den Regen als wohltuend“, meinte Karl-Heinz Burghof dazu. Tänze mit Wasserkrügen oder Körben für den geernteten Weizen wiesen auf die unterschiedlichen Landstriche hin. Zu passender Musik erzählten die Jugendlichen in mannigfaltigen Schrittfolgen und Ausdrucksformen ihre Geschichten. Auf hohem Niveau bewegten sich die Darbietungen.

"Es lohnt sich einfach!"

Mit einem Blumentanz bedankten sich die jungen Israelis um Managerin Gazid Jarden-Sela, Choreographin Or Balility und Betreuerin Netanel Jarden bildhaft bei ihren Gastfamilien und Jugendaustausch-Organisatorin Andrea Reich, die strahlend ein rundum positives Fazit zog. „Es lohnt sich einfach!“

Ihr Dank galt der Sparkasse für ihre großzügige Unterstützung des Austausches und der Förderung aus dem Topf des Kinder- und Jugendplans des Bundes.

Der Jugendaustausch mache nicht nur Spaß, er diene zudem auch der politischen Bildung, der Völkerverständigung und dem Zusammenwachsen der Länder.

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