Kämper-Gruppe übernimmt Gebäudekomplex JungBoucke

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Hier wird’s bald warm. Laut aktueller Planung läuft der Härteofen bereits im August an. Abnehmer der gehärteten Teile sind überwiegend Industrieunternehmen in der Region.

Halver - Die Firma Kämper erweitert ihre Flächen um den leerstehenden Industriekomplex der Schmiede JungBoucke am Langenscheid.

„Industriepark Langenscheid“ heißt intern und wohl auch künftig das Projekt. Die Logistik-Tochter MLK hat dort bereits Räume bezogen und ist in Betrieb gegangen.

Für die Härterei, die ihren Sitz an der Hagener Straße beibehält, bedeuten die neuen Flächen die Möglichkeit zur Erweiterung. Für die bisherigen Kunden ergebe sich keine Veränderung, betont Geschäftsführer Christopher Kämper.

Die Flächen der früheren Schmiede JungBoucke werden nicht zur Industriebrache. Mit der Erweiterung von Kämper sind neue Arbeitsplätze verbunden.

Etwa 9000 Quadratmeter überbauter Fläche stehen in dem Gesamtkomplex zur Verfügung. Der größte Teil entfällt auf Produktionsflächen der ehemaligen Schmiede. Auch Büroraum ist ausreichend verfügbar. Ziel seien die Zusammenführung der bisherigen ausgelagerten Betriebsteile und damit logistische Vorteile.

„Wir können betriebliche Abläufe verbessern und über die zusätzlichen Flächen auch das Angebot für Kunden“, sagt Sebastian Kämper, zuständig im mittelständischen Familienunternehmen für die Logistik-Sparte. Überlegungen, mit der Spedition Halver zu verlassen, hätten sich mit der Übernahme der Immobilie am Langenscheid erübrigt.

Die Entscheidung für den Standort Halver sei nicht zuletzt auch aufgrund der Unterstützung der Stadt selbst gefallen, stellen beide fest. Und zusammen mit der vorhandenen und gut erhaltenen technischen Infrastruktur, die sowohl die Schmiede JungBoucke wie künftig der Härterei-Betrieb benötigten, sei der Langenscheid eine hochinteressante unternehmerische Perspektive.

Multifunktionale CNC-Fräse: Zwischen Produktion, Lager und Versand ist die Qualitätskontrolle im Arbeitsfluss angesiedelt.

Mit etwa 35 Mitarbeitern fertigt Kämper Produkte für die Industrie in der Region. „Wir verstehen uns in erster Linie als Dienstleister für die Kunden aus der Industrie ringsum“, sagt Christopher Kämper über das Selbstverständnis des Unternehmens um Seniorchef Volker Kämper. Doch mit dem Einstieg am Langenscheid seien auch neue Entwicklungsmöglichkeiten verbunden.

Kämper verfügt nun über ausreichend Platz, auch anderen Unternehmen passende Räumlichkeiten anzubieten. Zurzeit wird allerdings noch an vielen Stellen renoviert und modernisiert – möglichst durch Handwerksbetriebe aus der Region. Das gilt auch für die Personalakquise. Wie viele neue Mitarbeiter das wachsende Unternehmen zusätzlich benötigen werde, lasse sich zurzeit schwer beziffern.

„Qualifizierte Fahrer suchen wir eigentlich immer“, sagt Sebastian Kämper. Und sein Bruder Christopher ergänzt: „Hier landen Initiativ-Bewerbungen sicherlich nicht im Papierkorb“, stellt er mit Blick auf einen drohenden Mangel an Fachkräften fest.

Einer Sorge von Tierfreunden in Halver nehmen beide aber den Wind aus den Segeln: Die Tierauffangstation am Langenscheid ist von der Expansion nicht berührt: „Da bleibt alles beim Alten.“ Ein Einblick in die neuen Räume für alle interessierten Halveraner ist ebenfalls geplant.

Der genaue Termin, voraussichtlich im September, steht noch nicht fest. Es soll „ja auch schon was zu sehen geben“, heißt es im AA-Gespräch.

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