Hausmannskost beim Mittagsimbiss im Bürgerzentrum kommt an

+
Gabriela Krieger, Christel Riedel, Gisela Lilienthal und Herbert Lilienthal (von links) kommen regelmäßig zum Essen ins Bürgerzentrum am Park – wegen der Hausmannskost, aber auch, um Leute zu treffen.

Halver - Die Hausmannskost ist nur einer der Gründe, weshalb Gisela und Herbert Lilienthal sowie ihre Freunde Christel Riedel und Gabriela Krieger schon seit Jahren immer wieder gerne den Mittagsimbiss im Bürgerzentrum Am Park in Anspruch nehmen. „Rudi (Olson) und sein Team sind alle sehr nett und man trifft hier viele, die man sonst nicht trifft“, schwärmt Gisela Lilienthal.

Das Treffen und Kennenlernen von Menschen und das Klönen haben einen mindestens ebenso großen Stellenwert wie das leckere Essen, das Annelie Huppert, Maria Zittlau und Hilde Terhuven an jedem 3. Samstag im Monat ab 11.30 Uhr auf den Tisch zaubern. An diesem Wochenende gab es Dickebohnen mit Speck, Kartoffeln und Mettwurst, Hausmannskost eben. „Dabei bereiten die Damen das Essen im Schnitt für 60 bis 80 Personen zu“, erklärt Rudi Olson, der den Mittagsimbiss betreut und tatkräftig beim Servieren und Abräumen hilft.

„Heute haben wir 15 Kilo Kartoffeln, zehn Kilo Dickebohnen und 60 Mettwürste verarbeitet“, erklärt Annelie Huppert die Dimensionen, die hinter so einem Imbiss stecken. Ihr Ehemann Jürgen hilft gerne bei Fleißarbeiten wie Kartoffelschälen und bekommt dafür eine Portion zum Probieren. Da die Küche recht klein ist, müssen einige Arbeiten nach unten in den Bürgerbusraum verlagert werden. „Manches kochen wir schon zuhause vor und schaffen es dann hierher, damit alles schneller geht“, erklärt Jürgen Huppert. Vieles muss somit in die Küche im oberen Geschoss des Bürgerzentrums getragen werden. Dennoch machen alle ihre Arbeit gern, denn das Lob der Gäste, die immer wieder zum Essen kommen, ist eine ständige Motivation.

Ein Anreiz für viele ist auch der günstige Preis. „Für 3,50 Euro bekommt unser Gast ein Hauptgericht einschließlich eines Desserts, das heute aus Pudding mit Himbeersauce besteht“, meint Rudi Olson. Egal was es zum Mittag gibt, der Preis bleibt immer gleich. Wer Glück hat und es bleibt noch etwas übrig, der hat auch noch gute Chancen, ohne Aufpreis einen Nachschlag zu bekommen. Obwohl sich niemand zum Mittagsimbiss anmelden muss, sollte jeder pünktlich um 11.30 Uhr da sein. „Was weg ist, ist weg“, stellt Annelie Huppert klar. Nachgekocht werden kann nicht.

Ein weiterer Aspekt, der die Halveraner wie das Ehepaar Lilienthal zum Besuch des Mittagsimbisses motiviert, ist der gute Zweck. „Die Einnahmen nach Abzug der Unkosten stellen wir in vollem Umfang den Halveraner Kindergärten zur Verfügung“, sagt Rudi Olson. Einmal im Jahr gibt es im Bürgerzentrum eine Spendenübergabe. Auf diese Weise profitieren viele von dem Angebot: Der Appetit und das Bedürfnis nach zwischenmenschlichen Kontakten werden befriedigt, und alle gehen mit dem Gefühl nach Hause, etwas Gutes getan zu haben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare