Tiefbau für Rathaus-Fahrstuhl

Halver - Die nördliche Giebelwand des Rathauses steht mit den Füßen einen halben Meter tief im Beton. Am Donnerstag pumpte ein erster Lkw Material für die „Sauberkeitsschicht“ in die Baugrube.

Sind weitere 40 Zentimeter Beton gegossen, liegt auch das Fundament für den Fahrstuhl, der den Bürgern das Rathaus künftig auf allen Etagen barrierefrei erschließen soll. Fünf Stationen wird dieser Fahrstuhl, angebaut an die Wand, dann ansteuern: Kellergeschoss, Zwischengeschoss, erster und zweiter Stock bis zum Dachgeschoss. Gebaut wird er als sogenannter „Durchlader“ – man betritt ihn auf einer Seite und steigt auf der anderen aus. Etwa zum Jahresende soll er zwischen Keller und Dach pendeln.

Mit dem Fahrstuhl verbunden ist die Hoffnung auf eine Optimierung des Bürgerbüros. Erreichbar wird es über ein Foyer mit automatischen Türen zur Seite des Rewe-Marktes beziehungsweise zur Thomasstraße. Der Baukörper aus Stahl und Glas bietet auf einer Grundfläche von etwa 45 Quadratmetern Platz zum Warten und ein Info-Terminal. Der moderne Anbau nutzt optisch die vorhandene Rathausfassade mit ihrem Bruchsteinsockel. Im Zuge der Baumaßnahmen werde auch eine barrierefreie Toilette geschaffen, fasst Michael Schmidt, Fachbereichsleiter für Bauen und Wohnen bei der Stadt, das Ziel des Vorhabens zusammen.

Insbesondere die Errichtung des Fahrstuhls ist in technischer Hinsicht nicht einfach. Die sogenannte „Unterfahrt“, die die Technik aufnimmt, liegt unterhalb des Rathausfundaments. Man habe für die Gründung die Giebelwand des Gebäudes auffangen müssen, erklärt Schmidt die besonderen Probleme. Veranschlagt waren die Kosten ursprünglich mit 600.000 Euro. Dass es dabei bleibt, ist eher zweifelhaft. Die aufwändige Gründung und die Arbeiten im denkmalgeschützten Gebäude dürften nämlich einiges an Mehrkosten verursachen.

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