Halveraner Verkehrskonzept

Neue Verkehrsführung soll Innenstadt aufwerten

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An der Kreuzung Frankfurter Straße/Bahnhofstraße regelt derzeit eine Ampel den Verkehr. Im Frühjahr 2017 soll dort ein Kreisverkehr stehen.

Halver - Die Veränderungen an der Verkehrsführung durch die Innenstadt sollen den Aufenthalt dort aufwerten – auch im Hinblick auf die Eröffnung des Fachmarktzentrums. Derzeit arbeitet die Verwaltung an der Umsetzung der „innenstadtverträglichen Verkehrsabwicklung“. Betroffen sind vor allem die Verkehrsknotenpunkte.

Die offensichtlichste Veränderung wird der neue Kreisel sein, der auf der Kreuzung Frankfurter Straße/Bahnhofstraße errichtet werden soll. Geht es nach Michael Schmidt, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, soll noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Kreisverkehr im Frühjahr 2017 fertiggestellt sein.

Ampel verschwindet

Mit dem Aufbau des Kreisels ist der Abbau der Ampelanlage verbunden, die dort momentan die Verkehrsführung bestimmt. Ebenfalls abgebaut wird die Fahrbahnverengung, das sogenannte Baumtor, zwischen Schul- und Thomasstraße.

Hauptgrund für die Errichtung des Kreisels ist die neue, aber noch nicht umgesetzte Einbahnstraßenregelung in der Frankfurter Straße. Die besagt, dass Autofahrer, die aus Richtung Polizei kommend auf der Frankfurter Straße unterwegs sind, nur noch bis zur Kreuzung Jugendheimstraße fahren dürfen. Die Regelung soll vor der Eröffnung des Fachmarktzentrums im Herbst 2017 in Kraft treten.

Neue Linienführung über ZOB Stadtmitte

Weitere Neuerung: Der Busverkehr soll – wahrscheinlich ab der Fahrplanänderung am 10. Dezember – nicht mehr über das Nadelöhr Frankfurter Straße geführt werden. Die neuen Haltestellen der Linien 55 und 85 werden an der Von-Vincke-Straße eingerichtet. Und zwar genau da, wo bisher die Ersatzhaltestellen bei Sperrungen der Innenstadt (Kirmes, Halveraner Herbst) positioniert waren. „Die neue Linienführung wird über den ZOB Stadtmitte in der oberen Bahnhofstraße die Geschäfte und Einrichtungen in der Frankfurter Straße mit dem Fachmarktzentrum im Süden und dem kleinen Einkaufzentrum um den Rewe-Markt im Norden der Innenstadt verbinden“, heißt es in den Planungsdokumenten.

Attraktivere Innenstadt

Das Ziel hinter den genannten Maßnahmen: Das Einkaufen in der Innenstadt soll attraktiver gestaltet, die Aufenthaltsqualität erhöht und das Stellplatzangebot im Bereich der Frankfurter Straße verbessert werden. Außerdem bewirkt die Einbahnstraßenregelung, dass der nach Eröffnung des Fachmarktzentrums erwartete Anstieg des Verkehrsaufkommens um 50 Prozent in diesem Bereich erst gar nicht auftritt. Im Gegenteil: Es wird mit 20 Prozent weniger Verkehrsbelastung gerechnet.

Alter Markt wird umgestaltet

Zur höheren Aufenthaltsqualität gehört auch die Umgestaltung des Alten Markts. Mit den ersten baulichen Veränderungen wird noch im Oktober begonnen, die wohl wichtigste Maßnahme: Das Kopfsteinpflaster im Gehwegbereich wird durch Betonsteinpflaster ersetzt, die Stolpergefahr so reduziert.

Monatelange Sanierung

Elementar für die Umsetzung des Konzepts ist zudem die Sanierung der Thomasstraße. Sie spielt eine zentrale Rolle – in den Planungen heißt es: „Die westlichen Innenstadt-Verkehre werden künftig über die Thomasstraße auf die Von-Vincke-Straße in Richtung Westen fahren, da diese Wegeführung den optimalsten Verkehrsfluss erwarten lässt.“ Die Thomasstraße soll von März bis September 2017 saniert werden.

Grundlage für die Prognosen, wann, wo und wie viele Autos künftig durch Halver fahren, sind Computersimulationen, die unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, zum Beispiel des Wochentags und der Tageszeit, das Verkehrsaufkommen darstellen.

Minimaler Aufwand

Das Konzept kommt „ohne wesentliche bauliche Eingriffe“ aus. Zu den sogenannten Anpassungsarbeiten gehören lediglich neue Beschilderungen und „die Herstellung von Markierungen“. Für den Fall, dass die Prognosen des Verkehrsaufkommens nicht mit der tatsächlichen Situation übereinstimmen werden, könnte der Kreisel sogar zurückgebaut werden. Das Budget für Planung und Umsetzung liegt bei 187 500 Euro.

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