Turck-Mitarbeiter helfen Kinderhospizdienst

Halver - Der Hagener Kinderhospizdienst „Sternentreppe“ profitiert in diesem Jahr vom Team- und Sportsgeist innerhalb der Turck-Gruppe. Mitarbeiter des Stammsitzes in Halver, der weiteren drei Standorte und Geschäftsleitung unterstützen die Einrichtung mit 2610 Euro.

Die Hälfte dieses Betrages steuerte die Läufer bei, die für ihre Firma beim AOK-Firmenlauf in Lüdenscheid an den Start gegangen waren. 133 waren in diesem Jahr gemeldet. Damit läuft etwas jeder zehnte Mitarbeiter die sechs Kilometer lange Strecke in der Nachbarstadt. Zum vierten Mal war Turck dabei.

 Der AOK-Firmenlauf in Lüdenscheid ist seit 14 Jahren Treffpunkt für Läufer und Walker aller Leistungsstufen, die in Firmen der Region beschäftigt sind. 5500 Teilnehmer aus 323 Firmen machten diesmal mit – viele unter ihnen auch bis in den Abend hinein bei der Läufer-Party mit Live-Musik.

Für die Beschäftigten des Unternehmens ist die Teilnahme kostenfrei, erläutert das Organisatoren-Team: Rüdiger vom Brocke, Frank von der Höh, Anke Wagner und Gabriele Schmidt. Alle anfallenden Kosten wie die Anmeldegebühr, Trikots oder Anfahrtskosten werden dabei von der Geschäftsführung der Werner Turck GmbH in Halver übernommen. Die Mitarbeiter – dabei ist es egal ob Läufer oder Zuschauer – spenden im Vorfeld für den guten Zweck. Die Geschäftsleitung verdoppelt diese Spendensumme.

Auf Spenden angewiesen

Im Zuge der ersten Firmenlaufteilnahme wurde zu Trainingszwecken ein Lauftreff gegründet, Gaby Schmidt wurde auf Firmenkosten zur Lauf-Begleiterin ausgebildet. Der Treff ist inzwischen ganzjährig zur festen Institution geworden, berichtet sie.

Aus dem Organisationsteam kam auch der Vorschlag, die „Sternentreppe“ mit der Spende zu bedenken. Seit vier Jahren gilt das Ziel, dass Kinder in der Region von der Unterstützung profitieren sollten. Das SOS-Kinderdorf, die Trauergruppe „Die Muschel“ der Johanniter in Lüdenscheid und ein Familienhaus für krebskranke Kinder in Bonn wurden so in den vergangenen Firmenlauf-Jahren mit insgesamt 8800 Euro bezuschusst.

Bei der Übergabe gestern an Antje Sendzik, Leiterin und Koordinatorin des Dienstes in Trägerschaft des Caritasverbandes Hagen, ist die Summe ein weiterer Baustein für die Fortführung des Dienstes in der Region, wie sie betont. „Ohne die Spenden würde es uns nicht geben“, macht sie auch gegenüber Geschäftsführer Guido Frohnhaus deutlich. Etwa die Hälfte der Kosten müsse über derartige Zuwendungen bestritten werden. Die Kassensätze seien letztlich nicht auskömmlich. Dabei erfolge die Arbeit im Wesentlichen im Ehrenamt. 20 bis 30 eigens geschulte Helfer kümmerten sich um die Familien in Hagen und einem Umkreis von rund 30 Kilometern, denen der sichere Tod eines Kindes bevorstehe. Dabei gehe es im Konzept darum, die ganze Familie zu begleiten – teilweise über viele Jahre.

Regionaler Ansatz

Dieser regionale Ansatz überzeugt auch Frohnhaus. Die Unterstützung der Sternentreppe passe in die Firmenphilsophie, als Arbeitgeber soziale Kompetenz in der Region zu zeigen. Das reiche über die Teilnahme am Firmenlauf hinaus und erstrecke sich auch auf Kooperationen mit Schulen der betriebliche Gesundheitsprävention, die in eine zunehmende Rolle spielen werde, wie er ankündigt. Wie man in Hagen die Spendenmittel konkret verwendet, sei noch nicht abschließend geklärt. Vorstellbar sei, die im Rahmen der Entlastung der pflegenden Angehörigen den Müttern den Besuch eines Musicals zu ermöglichen, wie Sendzik ankündigt.

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