„Arte casual – zufällige Kunst“ im Atelier

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Arne Machel zeigt seine Fotokunst mit dem Titel „Arte casual - zufällige Kunst“ im Tortenatelier.

Halver - „Arte casual – zufällige Kunst“ heißt die dritte Ausstellung, die der Kunstverein Vakt in diesem Jahr im Tortenatelier an der Frankfurter Straße präsentiert.

Nach einer Gemeinschaftsausstellung mehrerer Fotografen und dem Thema „Abstrakte Kunst“ zeigt Vakt nun die ungewöhnlichen Mallorca-Impressionen des Kierspers Arne Machel.

Zu sehen sind die großformatigen Fotos im Leinwanddruck seit dem 4. Juli bis Ende August. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am kommenden Sonntag, 10. Juli, ab 11 Uhr im Tortenatelier. Alle Kunstinteressierten sind zur Eröffnung eingeladen.

"Pluma" (Feder)

Der Fotograf wird über seine Entdeckungsreisen auf der Mittelmeerinsel berichten und Hintergründe zu den Bildern erläutern. „Arte casual – zufällige Kunst“ nennt der Kiersper, der mehr als 30 Jahre für eine deutsche Tageszeitung gearbeitet hat, sein Fotoprojekt, das ihn seit drei Jahren nicht mehr losgelassen und das er seit Sommer 2014 in mehreren Ausstellungen mit stets wechselnden Motiven präsentiert hat.

Im Sommer 2015 gewann er unter mehr als 1000 Teilnehmern mit dem Bild „Cosmos“ den Wettbewerb „Die Farben Mallorcas“. Mit einer von Wind und Wetter gezeichneten Tür in Santanyi und einem Rest gelber Farbe auf einem ausgeblichenen Tor in Sant Llorenç fing alles an.

„Hast du das selbst gemalt?“, fragte eine mallorquinische Freundin, als Machel ihr eines dieser Motive in einer E-Mail zum Geburtstag schickte. Sie traf damit die Empfindungen des Fotografen bei seiner Motivsuche und gab damit den Anstoß, die Bilder öffentlich zu zeigen. Die erste kleine Ausstellung fand in ihrem Musik-Café in Cala Santanyi auf Mallorca statt.

„Gemalt habe ich die Bilder der arte casual natürlich nicht“, erklärt Machel. „Es sind fotografische Eindrücke kleiner Kunstwerke, die durch das Zusammenspiel von Menschenhand und Witterungseinflüssen entstanden. Die Natur malt mit ihren Pinseln Sonne, Regen und Salz auf der Leinwand der von Menschen geschaffenen Häuser und Boote.“ Diese zufälligen Kunstwerke sagten für ihn mehr über den Charakter der Insel und ihrer Bewohner aus als Postkarten-Romantik oder gestylte Tourismuswerbung.

Sie zeugten, so Machel, „vom respektvollen Umgang mit den Dingen, die uns umgeben und der Gelassenheit, nicht perfekt sein zu müssen“. Diese Motive zu entdecken, ihre Besonderheiten hervorzuheben und sie in ein Bild umzusetzen seien für ihn sein Beitrag, Natur und Menschen Respekt zu zollen.

Hinter der „zufälligen Kunst“ stecke vor allem eins: Viel Zeit, die sich der Fotograf auf seinen Entdeckungstouren für die Motive nehme. Nur im richtigen Licht und im richtigen Blickwinkel, im reduzierten Ausschnitt, gäben die kleinen Kunstwerke die Geschichten preis, die sie dem Fotografen erzählen.

Dabei arbeitet er ganz konventionell mit Belichtungsreihen und variierenden Standorten. Von jedem Motiv entstehen so Dutzende von Bildern.

„In die Ausstellung schaffen es nur Bilder, von denen ich überzeugt bin, dass sie auch dem Betrachter eine Geschichte erzählen.“

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