Breite Mehrheit für Schulverbund

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Halver - Der kommende Schulverbund der Grundschulen Oberbrügge und Auf dem Dorfe wird von einer breiten politischen Mehrheit getragen.

Beide Schulen wollen für den Zusammenschluss auch nicht den maximal möglichen Zeitraum ausnutzen, sondern haben einen straffen Fahrplan dafür aufgestellt. Der zuständige Ausschuss für Bildung und Jugend begrüßte einhellig die Planung der Schulleiter Petra Schreiber (Auf dem Dorfe) und Bernd Ritschel (Oberbrügge).

Auch die Fraktionen, die sich in der Vergangenheit gegen den Schulverbund ausgesprochen hatten, wollen dem weiteren Verfahren nicht durch ein negatives Votum Steine in den Weg legen, wie CDU-Fraktionsvorsitzende Martina Hesse und Sascha Gerhardt für die FDP ihr Abstimmungsverhalten erläuterten, auch wenn die CDU den Ratsbeschluss nach wie vor im Grundsatz „für falsch und überflüssig“ halte.

Gemeinsamkeiten entwickeln

„Gemeinsamkeiten finden und entwickeln“, so nannte Petra Schreiber das Ziel. Dazu hatten sie und Ritschel in Abstimmung mit der Schulaufsicht des Kreises und der Verwaltung ihre Konzeption entwickelt, in die Kollegien beider Schulen und die Elternschaft eng eingebunden werden sollen. Denn zum Schuljahresstart 2018/2019 wollen die Schulen gemeinsam auftreten – und zwar unter einem neuen Namen, der kurzfristig gefunden werden soll und muss. Ihre Zeit im Schuldienst sei nicht unbegrenzt, machte die Schulleiterin deutlich. Man wolle „das Gebilde übergeben wenn es fertig ist zur Übergabe“.

Nur noch ein Förderverein

Das angepeilte Verfahren bedeutet zugleich, dass es zum Start der Verbundschule auch nur noch einen gemeinsamen Förderverein geben wird. Die bestehenden Fördervereine stünden damit vor der Auflösung. Dies aber ist nur einer der Aspekte, der mit dem Zusammengehen verbunden sein wird. Es müsse überlegt werden, in der Eingangsphase jahrgangsübergreifend zu unterrichten, sagte beispielsweise Ritschel. Dies wird Thema einer ganztägigen Zukunftswerkstatt im Februar kommenden Jahres, in der Fragen, Bedenken und Ängste analysiert werden und die Entwicklung eines gemeinsamen Leitbildes versucht werden soll.

Im Mai soll es bereits darum gehen, die Schulprogramme zu vergleichen und die Skizze eines gemeinsamen Programms in Angriff zu nehmen. Die Überlegungen der Schulleitungen reichen bereits hinein ins Jahr 2018, weil dann auch Klarheit über das Anmeldeverfahren herrschen muss. Auch an den letzten, wichtigen Punkt hat man bereits gedacht: ein gemeinsames Schulfest.

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