Geringe Kosten für Kommune

Breitbandausbau könnte im Jahr 2019 abgeschlossen sein

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Wenn der Förderantrag bewilligt werden sollte, würden sich die Bewohner vieler Ortslagen über ein schnelleres Internet freuen können. Die Versorgungsrate läge bei mindestens 50 Mbit/s.

Halver - Das Interessenbekundungsverfahren zum Thema Breitbandausbau ist abgeschlossen, die Kooperationsvereinbarung der Stadt Halver mit dem Märkischen Kreis unterzeichnet. Dieser wird nun aller Voraussicht nach Ende des Monats Bundesfördermittel beantragen – von einem positiven Bescheid würden viele Ortslagen in Halver profitieren.

Das Ergebnis darüber wird im Frühjahr 2017 erwartet. Sollte der Förderantrag bewilligt werden, würden sich die Bewohner vieler Ortslagen über schnelleres Internet freuen können. Die Versorgungsrate läge bei mindestens 50 Mbit/s.

„Ich bin guter Dinge, dass Halver flächendeckend zu einer entsprechend guten Anbindung kommen wird, wenn die Bundesmittel bewilligt werden“, sagt Bürgermeister Michael Brosch, und weiter: „Die Ausschreibung würde bis Ende 2017 dauern. Ende 2019 sollte dann die Versorgung sichergestellt sein.“

Die sogenannte „Aufgreif-Schwelle“ für den Förderantrag liegt bei mindestens zehn Haushalten. Das bedeutet, dass kleine Ortschaften in Halver nicht im Förderantrag berücksichtigt sind. „Wenn wir die Bewilligung erhalten, werden wir aber prüfen, wo wir mit vertretbarem Aufwand von Seiten der Stadt doch noch eine Anbindung gewährleisten können“, sagt Brosch. Man könne an dieser Stelle „nicht Schluss machen“.

Keine Garantien

Eine Garantie dafür, dass jeder Haushalt zu einem bestimmten Zeitpunkt mit schnellerem Internet versorgt ist, könne er nicht geben. Er versichert: „Das Thema bleibt im Fokus. Es ist nicht so, dass wir die Akte dann beiseite legen.“

Das generelle Ziel lautet: Viele Menschen innerhalb eines kurzen Zeitraums mit schnellem Internet zu versorgen. So soll es auch im Stadtzentrum geschehen, allerdings nicht mithilfe der Bundesmittel, denn einige Bereiche im Zentrum der Stadt sind von der Förderung ausgeschlossen. Für diese hat die Telekom angekündigt, einen eigenen Ausbau – bis zu 50 Mbit/s inklusive – innerhalb der nächsten drei Jahre zu realisieren. Die Aussagen des Unternehmens seien verbindlich, betont der Bürgermeister. „Es ist wichtig, die Innenstadt mindestens genauso gut zu versorgen wie die Ortslagen“, betont Brosch.

Die Kooperationsvereinbarung aller Kommunen des Märkischen Kreises und die damit verbundene Antragsstellung des Kreises beim Bund sei die deutlich bessere Alternative zu den Förderprogrammen des Landes. Zum einen, weil bei Beantragung der Bundesmittel eine fast 100-prozentige Förderung sichergestellt sei und die Kosten für die Stadt nur „minimal“ ausfallen.

Zum anderen liege die Versorgungsrate bei Förderprogrammen des Landes bei unter 50 Mbit/s, zudem müsste die Stadt einen Teil der Kosten für den Ausbau selbst zahlen.

Gemischte Gefühle in einigen Ortslagen

Die aktuellen Entwicklungen in Sachen Breitbandausbau dürften die Bürger in Hohenplanken, Schwenke, Oeckinghausen, Heesfeld und Heesfelder Hammer mit gemischten Gefühlen betrachten: Die gute Nachricht lautet, dass der Ausbau an diesen Standorten unmittelbar bevorsteht und bis März 2017 abgeschlossen sein soll.

Die schlechte Nachricht: Dort ist nur eine Versorgung von mindestens 16 Mbit/s gewährleistet. Dahinter steht ein Förderprogramm des Landes, an dem die Stadt Halver zehn Prozent der Kosten, etwa 95 000 Euro, trägt.

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